Stille - Weihrauch - Weihwasser - Schlüssel

 
Der Klang der Stille: Wenn der Lärm zu viel wird
Auch Krach ist Geschmackssache
 
Jerusalem ‐ Neulich wurde Schwester Gabriela Zinkl mit einem Presslufthammer aus dem Schlaf gerissen. Lärm ist fast immer unangenehm. Aber je nach Geschmack setzt man sich auch freiwillig lauten Klängen aus. Und doch beruft man sich immer wieder auf die Stille.
 
Aufwachen mit voller Dröhnung. Presslufthammer im Ohr. Kopfschmerzen? Nein, viel banaler. In aller Frühe sind vor unserem Haus Bauarbeiter angerückt und graben mit einem Presslufthammer den Asphalt des Gehwegs um. Auf diesen Morgengruß hätte ich verzichten können …  Geht es denn noch lauter? Aber sicher doch: Feueralarm, Martinshorn, Donner, Explosionsknall, Dröhnen, Gellen, Hallen, Heulen, Klappern, Klingeln – all das kann sehr laut und unangenehm sein, wenn man ihm länger und ungeschützt ausgesetzt ist. Unsere Sprache kennt für das Phänomen Lärm jede Menge lautmalerischer Begriffe, wie Knallen, Kreischen, Klirren, Pfeifen, Poltern, Prasseln, Quietschen, Rabatz, Radau, Rasseln, Rattern, Scheppern, Schreien, Sirren, Tosen, Trubel, Tumult, Wummern, Zetern, Zischen und vieles mehr.  ...
 
 
 
Weihrauch für den Kirchen- und Heimgebrauch
Aromatischer Rauch als aufsteigendes Gebet

Weihrauch galt in der Antike und im Mittelalter als eines der begehrtesten Handelsgüter und war fast so teuer wie Gold. Auch in die Weihnachtsgeschichte fand er seinen Weg: Als eines der drei wertvollen Geschenke der Heiligen Drei Könige an das neugeborene Jesuskind. Doch auch 2000 Jahre nach Christi Geburt hat der Weihrauch im Christentum und vor allem in der katholische Kirche große Bedeutung – als Zeichen der Gegenwart Gottes und als Symbol für das aufsteigende Gebet findet der Weihrauch zu verschiedensten liturgischen Handlungen Anwendung.
Selbst im Heimgebrauch ist das Räuchern mit dem charakteristischen Duft des Weihrauchs mittlerweile sehr beliebt – nicht nur in der Advents- und Weihnachtszeit, sondern auch über das ganze Jahr aufgrund der wohltuenden und stimmungsaufhellenden Wirkung, die dem Weihrauch nachgesagt wird. Gerade für das Gebet oder die Meditation daheim eignet sich Weihrauch hervorragend. Bei uns finden Sie alles, was Sie für den Einsatz des Weihrauchs in der Kirche und zuhause benötigen: Von filigran gearbeiteten Räucherfässern und -schalen über verschiedenste Weihrauchmischungen und -sorten bis hin zur Räucherkohle. ...
 
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Weihrauch im Gottesdienst
Herkunft – Bedeutung – Verwendung
Wie kam der Weihrauch ins Christentum und welche Bedeutung hatte er für den liturgischen Vollzug im Gottesdienst?
Wie kam der Weihrauch ins Christentum?
Aufgrund der wichtigen Bedeutung des Weihrauchs als Opfermittel im römischen Kaiserkult lehnte das Frühchristentum den Weihrauch zunächst ab. Erst als Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion erhob und Priester sowie Bischöfe in den Rang römischer Beamten aufrückten, bekam auch der Weihrauch eine Bedeutung für die Christen.

So war es nach altem römischen Brauch üblich, beim Einzug des Bischofs einen Leuchterträger und Weihrauchfassträger vorauszuschicken (als Statussymbol für den römischen Beamten).
Das Eindringen von Weihrauchriten in den Gottesdienst der Westkirche ist vorallem der gallikanischen Liturgie zu verdanken. Diese gallischen Formen der westlichen Liturgie waren wiederum sehr stark von jener Liturgie aus Konstantinopel her beeinflusst.
 
 
 
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Bonn ‐ Die einen bekommen davon Kopfschmerzen, die anderen schwören darauf: Räuchern wird von immer mehr Menschen im Alltag praktiziert – zur Meditation oder der Verbreitung von positiver Energie. Der Brauch geht auf ganz verschiedene Traditionen zurück. 
 
Als ich vor ein einiger Zeit zur Arbeit gekommen bin, wurde ich stutzig: Es roch anders als sonst. Irgendwie nach Yoga-Studio. Der Duft hat mir zwar gefallen, dennoch habe ich bald ein Fenster aufgemacht, weil er mir zu intensiv wurde. Kurz darauf habe ich den Grund für den neuen Geruch ausfindig machen können: Jemand hatte ein neues Büro ausgeräuchert. Ein schneller Blick ins Internet zeigte mir, dass Räuchern offenbar gerade im Trend ist. Viele spirituelle Influencer geben Tipps zum Durchführen von Räucherzeremonien. Ich bin neugierig geworden und habe angefangen zu recherchieren. ...
 
 
 
Weihwasser
Was ist Weihwasser?
 
Wasser zur Reinigung und Entsühnung zu gebrauchen, wurde seit dem 4. Jahrhundert auch in den christlichen Gemeinden eingeführt. Man reinigt Tempel mit Wasser, bevor sie für den christlichen Ritus übernommen wurden. Man trank geweihtes Wasser gegen Krankheiten und böse Geister. Um diesen Gebrauch aber gegen jegliche Magie abzuheben, wurde das Wasser geweiht.
Die Finger beim Eintritt in die Kirche in geweihtes Wasser zu tauchen und sich zu bekreuzigen, ist guter katholischer Brauch. Er erinnert an den Empfang der Taufe.
An die Taufe erinnert seit dem 8. Jahrhundert auch die Besprengung der Gläubigen mit Weihwasser zu Beginn des sonntäglichen Gottesdienstes. Nach den Anfangsworten des Psalmes, der dabei gesungen wird, heißt diese Segnung „Asperges“ (lat. Besprenge mich). Heute nur noch selten üblich.  ...
 
 
Wasser ist Leben. Ohne Wasser kann kein Leben existieren. Der Mensch selbst besteht überwiegend aus Wasser. Wasser ist materiell gesehen notwendiges Lebensmittel. Wasser ist spirituell verstanden Ausdruck der Sehnsucht nach Leben und Lebendigkeit, nach Heilung und Heil. Als belebendes Element und Ur-Quelle allen Lebens wird es als Ort des Göttlichen verehrt. Es ist daher nur folgerichtig, dass gerade das Wasser in den Religionen eine große Rolle spielt.
 
Die monotheistischen Religionen von Judentum, Christentum und Islam entstammen dem Vorderen Orient mit vielen trockenen Wüstengebieten. Wasser wird zum Zeichen von Leben, Fruchtbarkeit, Heilung und Segen. Alles Paradiesvorstellungen haben daher mit Gärten zu tun, in denen es ausreichend wasser gibt. Im Islam beispielsweise finden sich im Paradiesgarten neben Flüssenerfrischende Springbrunnen. Wasser steh stets auch für die (innere) Reinigung und die Vergebung von Schuld. ...
 
Wasser im Christentum,
im Judentum,
im Islam,
im Hinduismusim und
im Buddhismus.
 
 
 
Der Schlüssel des Petrus
 
"Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen." Nicht nur die Worte Jesu machen Petrus zu einem besonderen Heiligen. 
 
Petrus, dessen Geburtsdatum nicht bekannt ist, stammte aus Bethsaida am See Genezareth. Ursprünglich hieß er Simon, erhielt aber durch Jesus den Beinamen Petrus (zu Deutsch: der Fels). Petrus war der Bruder des Apostels Andreas. Durch ihn lernte er Jesus kennen. Beide Brüder waren Fischer. Petrus war verheiratet und wohnte mit seiner Familie in Kafarnaum.
Petrus' Verhältnis zu Jesus war nicht frei von Widerspruch. Auf der einen Seite war er einer der ersten Menschen, die sich zu Jesus bekannten und ihm nachfolgten, auf der anderen Seite ...