Kirchengeschichte, Seelsorger, Ordensleute Iffezheim

 
Kirchengeschichte
  • 735 Iro-schottische Mönche beginnen mit der Christianisierung in unserer Gegend.
    vor 1100 Die Mönche gründen die Kirche in lffezheim. An der Stelle, an der heute die kath. Kirche steht, erhob sich das erste Gotteshaus mit dem Altar zu Ehren der hl. Brigida von Kildare
    und der Nebenpatrone, des hl. Petrus und des hl. Paulus.
  • 1245 Die beiden Brüder Hermann und Rudolf von Baden übergeben das ihnen zustehende Zehntrecht ihrer Mutter, der Stifterin des Klosters Lichtental.
  • 1398 In lffezheim wird eine Kirche genannt, die vermutlich in romanischem Stil erbaut war. Von dieser Kirche heißt es, daß sie verfallen und baufällig war. Deshalb wurde
  • 1470 als dritte Kirche am selben Platz ein bescheidenes Kirchlein errichtet, diese
  • 1632 von den Braunschweigern und Schweden im Dreißigjährigen Krieg beschossen und verbrannt,
  • 1699 wieder mit Dach versehen und notdürftig eingerichtet. Der Chor war gotisch mit Deckengewölbe. Auch das Schiff scheint gotisch gewesen zu sein.
  • Die alte Kirche wurde 1470 erbaut und 1829 abgebrochen. Beim Abbruch fand man einen großen Stein mit eisernen Ringen, an dem früher die Schiffe angehängt waren. Dabei fand man auch einen Opferstein, der dem Jupiter geweiht war. Es war ein sogenannter „Drei-Götter-Stein“, Jupiter, Mars und Merkur geweiht. Der Chronist, der die Geschichte Iffezheims im Jahre 1911 niederschrieb, berichtete, daß sein Großvater oft erzählte, er und sein Freund seien als Buben über den „Jupiter“ gesprungen.
  • 1829 Grundsteinlegung der heutigen Kirche, welche von Bezirksbaumeister Vierordt geplant und seinem Nachfolger, Baumeister Weinbrenner, verbessert und gebaut wurde.
    Die Bürgerschaft leistete Fuhr- und Handfronden. Die Steine kamen größtenteils vom abgebrochenen Kloster Fremersberg, der alte Turm mit Hauptportal wurde in den Neubau mit einbezogen.
  • 1831 Mitte Mai konnte das Gotteshaus eingeweiht werden.
  • 1867 Professor Lucian Reich malt 4 Kirchenbilder. Es waren dies folgende Motive:
    Hl. Sebastian, hl. Wendelin, sel. Bernhard von Baden, hl. Johannes Nepomuk
    1872-1874 In dieser Zeit wird die Kirche renoviert. Es werden neue Fenster eingebaut.
  • 1954 Kirchenrenovierung
  • Das Dach wird vollständig doppelt eingedeckt. Die Kirchenfenster, die infolge Kriegseinwirkungen zum Teil noch mit Brettern zugeschlagen waren, werden erneuert, der Speicherboden
    eingebaut und mit Brettern belegt.
    An den Innenwänden schlägt man den Putz ab und erneuert ihn ebenso wie den Fußboden. Zwei neue Beichtstühle können eingebaut werden.
    Diese Renovierung geschieht unter tatkräftiger Mithilfe der Vereine und der ganzen Bevölkerung.
  • 1988 und 2004 Weitere Renovierungen der Kirche.
 
Kirchengeschichte
 
Gleich aus welcher Richtung Sie nach Iffezheim kommen, von überallher sehen Sie unsere Pfarrkirche. Sie ist bewußt an einer erhöhten Stelle so gebaut worden, dass der Betrachter nicht nur die Uhrzeit am Kirchturm ablesen kann, sondern auch spürt:
 
Die Kirche ist die zentrale Mitte der Gemeinde, hier lebt Christus und er will für alle Leute, für arm und reich, für Einheimische und Fremde in gleicher Weise dasein.
 
Die katholische Pfarrkirche Sankt Birgitta,  im sogenannten Weinbrenner-Stil (den formalen Regeln des Friedrich Weinbrenner folgend) wurde 1830 erbaut.
 
Sie wurde vom Weinbrenner-Schüler Wilhelm Vierordt entworfen. Ihr besonderes Merkmal liegt in der Verbindung mit einem gotischen Vorgängerbau, von welchem der untere Teil des Turmes samt einigen Details erhalten blieb.
 
Die Kirche ist aber nicht nur die räumliche Mitte unseres Ortes, sondern sie will auch der Zufluchtsort für jeden sein, der sich in Freud und Leid an Christus wendet.
 
Unsere Pfarrkirche ist täglich, auch außerhalb der Gottesdienstzeiten geöffnet und lädt so ein zum stillen Gebet und zur Begegnung mit Gott.
 
Die Kirchenpatronin ist die Hl. Birgitta von Schweden. Sie war eine außergewöhnlich mutige Frau, die Christus und die Kirche über alles liebte. Heilige wie sie bewundern wir auch noch heute, in einer Zeit, in der sich viele Menschen sehr kritisch und zurückhaltend in Bezug auf die Heiligenverehrung verhalten.
 
Schauen Sie doch einfach einmal in unsere Pfarrkirche hinein, und wenn Sie Fragen haben, gleich nebenan ist das Pfarrhaus. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
 
Räume der Pfarrei
Für Veranstaltungen der Pfarrei oder der kirchlichen Vereine stehen ein kleiner und ein großer  Saal im Kindergarten St. Martin (Mittelweg) zur Verfügung.
 
Auch die Räumlichkeiten im Kolpinghaus neben der Pfarrkirche (Lindenstraße) werden für Veranstaltungen genutzt.
 
Gottesdienst zum Amtsantritt von Pfr. Vincent Padinjarakadan
 
Ab dem 1. November 2022 wird Herr Pfarrer Vincent Padinjarakadan seine Arbeit als Seelsorger und Pfarrer in unserer Kirchengemeinde Iffezheim-Ried beginnen. Wir freuen uns sehr darüber und sind dankbar, dass wir nach einer doch recht kurzen Übergangszeit einen neuen leitenden Pfarrer in unserer Kirchengemeinde begrüßen dürfen.
Dieser Freude wollen wir in einem festlichen Gottesdienst Ausdruck verleihen. Am 6. November 2022 in St. Jakobus in Plittersdorf feiern wir gemeinsam mit Pfarrer Padinjarakadan Eucharistie und bitten darum, dass Gottes Segen auf seiner Arbeit ruhen möge.
Bei dem anschließenden Empfang im Gemeindehaus  besteht auch die Möglichkeit, in einem persönlichen Gespräch Pfarrer Padinjarakadan kennenzulernen. 
 
 
Diakon Siegfried Oesterle
Diakon im Zivilberuf
Schwerpunkte der pastoralen Arbeitsfelder:
 
Tauf- und Traupastoral
(Mitarbeit in der überregionalen Projektgruppe Einfach-kirchlich-heiraten)
Arbeitsweltseelsorge
 
Theologische Studien und Ausbildung in Freiburg und Karlsruhe
 
2008 Weihe zum Ständigen Diakon
 
 
Ehrwürdige Schwestern aus der Pfarrgemeinde
Schwester Maria Fritz, Schwester vom Göttlichen Erlöser (verstorben  2024)
Heimatkloster - Kloster Bühl
Tätigkeitsfeld - Krankenpflege im Krankenhaus und Pflegeheim in Ebersteinburg
 
Schwester Luitgard Göhler, Schwester bei den Franziskanerinnen
Heimatkloster - Gengenbach
Tätigkeitsfeld - Krankenpflege z.B. im Krankhaus Forbach
 
Schwester Hildegard ...
Heimatkloster - Gengenbach
Ausbilderin in der Erzieherinnenschule im Gengenbacher Kloster
 
 
Schwester Maria Grata Bindschädel, Schwester bei den Franziskanerinnen
Orden der Franziskanerinnen vom Hl. Herz Jesu, Gengenbach
Sie war in Deutschland als Nähschwester tätig.
Ihrem Wunsche gemäß, wurde sie in die Mission nach Chile geschickt, wo sie in der Landwirtschaftsschule Maria Reine das Fach Handarbeit unterrichtete. 
 
2019 verstarb Sr. M. Grata im Alter von 87 Jahren in Bucon/Chile.
 
 
Pater Romuald Wurz
Ist in Bearbeitung
 
 
Neuer Pfarrer für unsere Kirchengemeinde - aktuell 19. April 2022
 
In dieser Woche wurde entschieden, dass Pfarrer Vincent Padinjarakadan neuer leitender Pfarrer in unserer Kirchengemeinde wird. Wir freuen uns riesig, dass nach relativ kurzer Zeit diese wichtige personelle Weichenstellung vorgenommen wurde. Allerdings kann Pfarrer Padinjarakadan seine neue Stelle erst im November antreten. Bis dahin liegt die Leitung der Kirchengemeinde in den bewährten Händen von Pfarrer Gerold Siegel. Damit ist eine durchgängige pastorale Betreuung für alle Menschen in Iffezheim-Ried gesichert.
 
Pfarrer Padinjarakadan wurde 1967 im südindischen Potta geboren. Nach Schule und einem Philosophiestudium kam er 1989 nach Deutschland. In Münster und Freiburg studierte er katholische Theologie und wurde 1999 in Freiburg zum Priester geweiht. Nach verschiedenen Stationen als Kaplan in unserer Erzdiözese übernahm Pfarrer Padinjarakadan im Jahr 2004 seine erste Pfarrstelle in Leimen-St.Ilgen und Sandhausen. Seit 2011 ist er leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Bad Rappenau und Obergimpern, die aus acht Pfarreien besteht.
Wir freuen uns, dass er sich für unsere Kirchengemeinde entschieden hat und sind sicher, dass er in allen unseren vier Pfarreien herzlich willkommen ist. Wir wünschen ihm und seiner Gemeinde in Bad Rappenau-Obergimpern einen gelungenen Abschluss ihrer gemeinsamen Zeit. Wir sind zuversichtlich, dass unser gemeinsamer Start im November gelingt. Und wir erbitten Gottes Segen für Pfarrer Padinjarakadan und für seine zukünftige Arbeit in unsrer Kirchengemeinde Iffezheim-Ried.
 
Ein herzlicher Willkommensgruß an Sie Pfrarrer Vincent Padinjarakadan !
 
 
 
 
 
 
Meine lieben Freunde,
 
wir stehen schon mitten im Advent und nähern uns dem Weihnachtsfest. Weihnachtsmärkte, Lichterzauber und dekorierte Geschäfte strahlen Freude und Hoffnung aus. Trotz krieg und verheerender Folgen des Klimawandels wird unsere Stimmung menschlicher und offener. Wir sehnen uns nach einer heilen Welt, Wohlbefinden und Frieden.
Wir Christen glauben an einen Retter, Heiland und Erlöser. Vielleicht klingt das verrückt. Gott schickt uns ein Kind, das hilflos ist, angewiesen auf andere, auf seine Mitmenschen. Das ist Weihnachten und sein Geheimnis ist, dass Gott selbst in diesem Kind zu uns kommt, in unsere Welt, in unser Leben. Jetzt ist er einer von uns: Mensch und Gott.

Das bedeutet, unsere Rettung kommt nicht von außen oder von oben herab. Unsere Rettung und Erlösung kommt von innen. Sie geschieht, in dem Gott eintaucht in alles Menschliche. Dabei spart er die Not nicht aus, nicht Elend, nicht Schwäche und nicht den Tod. Gott erfüllt uns mit seiner unendlichen Liebe, mit Leben und Licht.

Der Glaube an ihn, an seine Gegenwart in uns, bringt Sinn und Licht in unsere Welt und in unser Leben. Die vielen Lichter an Weihnachten weisen auf Gottes Licht in unserer Nacht hin. Es sind Lichter der absoluten Solidarität. Gott steht an unserer Seite, was immer wir erleben oder wie tief unsere Nacht auch sein mag.

An Weihnachten zeigt uns Gott seine Liebe und Wertschätzung. Wenn Gott selbst Mensch geworden ist, dann ist alles Menschliche von Gott wertvoll und würdig gemacht. Es gibt keinen Menschen mehr, der keine Würde hat, kein Leben das wertlos ist, keine menschliche Sehnsucht, die nicht erfüllt ist von der Liebe Gottes.

Weihnachten ist voller Licht, Licht der Liebe und des Friedens. Nehmt von diesem Licht, sagt Gott und bringt es den Benachteiligten, den Ausgebeuteten, den Ausgestoßenen und Einsamen. Nehmt von meinem Licht und entzündet es in euren Häusern und in euren Gemeinden, damit der Respekt voreinander wächst, damit die Liebe unser Herz weit und barmherzig macht. Dann geschieht Rettung und Erlösung.

Ich bin mir sicher, dass ihr diese Frohbotschaft von Weihnachten längst begriffen habt und ihr sie im Alltag verwirklicht. Danke für diese großartige Solidarität, die auch ich durch euch erleben darf. Alles Gute was ihr tut schafft neues Leben, Hoffnung und Freude, bringt Licht in alle Finsternis. Das ist gelebter Glaube, der die Welt verändert.

Nächstes Jahr werde ich 80 Jahre alt und ich bin Gott dankbar dafür. Ich habe ein erfülltes Leben hinter mir und immer noch habe ich Freude am Leben. Das ist notwendig, um als Priester anderen die Frohbotschaft von der Liebe und Solidarität Gottes zu verkündigen. Unsere Welt braucht Hoffnung und alle brauchen wir Aufmunterung, um treu zu bleiben im Dienst am Nächsten.

Recht herzlichen Dank nochmals für euere Freundschaft und Verbundenheit. Ich wünsche euch allen ein „lichtvolles“ und frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen im Neuen Jahr.

Liebe Grüße aus dem sommerlichen Uruguay

Pater Bernhard
 
 
 
Montevideo, im Advent 2022

Meine Lieben Freunde-innen
 
Wie schnell verging die Zeit für mich in diesem Jahr, das mir viel Freude bescherte. Trotz Coronavirus konnten wir unsere Gottesdienste halten, Kranke und alte Leute besuchen und viele Arme unterstützen. Das Leben hat sich wieder normalisiert. So konnte ich auch mit einem Jahr Verspätung meine Reise nach Deutschland antreten.

Gespannt war ich auf das Treffen mit meinen Mitbrüdern zur Jubiläumsfeier in Friedberg bei Augsburg. Zusammen besuchten wir einen Kursgenossen, der als Einsiedler in Unterammergau lebt. Wir genossen die gemeinsamen Erinnerungen, sprachen über unser heutiges Leben und das, was im Alter auf uns zukommt.

Alle sind wir noch in der Seelsorge tätig und so war die Jubiläumsmesse voller Dank und Freude über unsere segensreiche Arbeit als Priester in der Heimat und in der Mission. Viele Menschen haben uns begleitet, uns unterstützt und uns Mut gemacht in schwierigen Zeiten. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön.

Die sonnigen Tage in Iffezheim nutzte ich um auszuspannen und Verwandte, Freunde und Bekannte zu besuchen. Viel im Gespräch war die Lage der Kirche in Deutschland, die durch die Skandale viele Gläubige verloren hat und dringend Reformen benötigt. Doch trotz allem fand ich auch viele Menschen, die sich in der Kirche und der Gesellschaft engagieren. Es ist schön und gut für andere da zu sein, ihnen das Leben zu erleichtern und ihnen Freude zu schenken. Das ist eigentlich das Geheimnis von Weihnachten: Gott wird Mensch, einer von uns, um unser Leben zu teilen und es menschlicher zu machen. 

Weihnachten zeigt uns im Kind in der Krippe, dass auch wir schwach sind, viel Liebe und Hilfe brauchen. Es liegt an uns, die Welt zu verändern, die kleine Welt in der wir leben, arbeiten, leiden und uns freuen. Und es gibt niemanden, der anderen nichts schenken oder sein Leben nicht teilen kann.

Während ich schreibe sehe ich eure Gesichter vor mir, die Freude, als wir uns treffen konnten im kleinen Kreis, in Gruppen oder beim Jubiläumsgottesdienst in Iffezheim. Diese Begegnungen haben mir und hoffentlich auch euch gutgetan. Es sind Momente, die uns gegenseitig bereichern und mehr Licht und Freude in unseren Alltag bringen.

Ein solches Erlebnis war das Gemeindefest hier in Montevideo aus Anlass der 50 Jahre meiner Ankunft in Uruguay. Viele Menschen haben mich begleitet in der Messe und anschließend beim gemütlichen Beisammensein. Es war wirklich ein Gemeinschaftserlebnis, das unsere herzliche Verbundenheit ausdrückte. Erinnerungen wurden wach und Anekdoten wurden erzählt.
Alle fühlten sich wohl und waren dankbar für die gemeinsam erlebten Jahre. Für all diese Menschen war ich ein Segen und sie waren es für mich. Wir haben immer zusammengehalten in guten und in schlechten Tagen. Es ist schön, die Früchte unserer gemeinsamen Arbeit sehen zu können.

So wird Weihnachten für uns alle ein frohes Fest; denn wir wissen, dass uns der Erlöser geboren wurde, der Emanuel, Gott mit uns. Lassen wir uns von ihm führen, damit Frieden in uns und in der Welt einkehrt.

Herzlichen Dank euch allen für euer Gutsein, ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen fürs Neue Jahr.

Liebe Grüße euch allen

Pater Bernhard
 

Meine e-mail Adresse: bgodbarsen@yahoo.com.ar
Meine Kontoverbindung:
IBAN: DE44 6656 2300 0002 7381 04
BIC: GENODE61IFF

Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch (über Johannes Godbarsen) vom Provinzialat der Pallottiner ausgestellt.
 
 
 
Verliebt ist Pater Godbarsen in die Menschen. Das sehen und spüren seine Mitmenschen, wenn er begeistert von seinem Leben und Wirken erzählt. Schon als kleiner Bub war seine Liebe zu Gott und sein Glaube die Motivation, auch bei Kälte und frühmorgens als Ministrant seinen Dienst in der Pfarrkirche St. Birgitta in Iffezheim zu tun.

Diese Leidenschaft hält bis heute an. Pater Godbarsen ist in seiner Gemeinde in Montevideo, Uruguay immer noch als aktiver Priester und Seelsorger Ansprechpartner für die Menschen vor Ort und hilft wo immer es nötig ist.
Diese Hilfe möchten wir mit unseren Möglichkeiten unterstützen und deshalb hat das Gemeindeteam Iffezheim nach dem Gottesdienst am Sonntag, 10.07.2022 eine Schenkung an Pater Godbarsen in Höhe von 500,00 € überreicht.
 
Pfarrer Siegel und Pfarrer Dafferner sagen "Dankeschön" an Pater Godbarsen, dass er sein Jubiläum bei uns in Iffezheim nachgefeiert hat und uns auch in der Seelsorge hier vor Ort während seines Aufenthaltes mit Beerdigungsdiensten und Taufen unterstützt.
 
Pater Godbarsen wird bis Mitte August noch hier in Iffezheim sein.
 
 
50 Jahre Missionsarbeit in Südamerika
 
Im November 1972 legte im Hafen von Genua ein Passagierschiff Richtung Südamerika ab. An Bord waren auch vier junge Pallottinerpater, die sich auf den Weg in ihre neue Heimat Uruguay machten. Unter ihnen war auch der Iffezheimer Pater Bernhard Godbarsen. Und dass es eine Reise ins Ungewisse war, musste der 28-jährige Jungpriester gleich bei der Ankunft in Montevideo bei der Einreise und Zollabwicklung erfahren. Die dortigen Machthaber um das Militär herrschten in der ehemaligen "Schweiz Südamerikas" mit harter Hand und viele Menschen, auch Geistliche, die sich gegen die spätere Militärjunta stellten, wurden gefoltert und/oder verschwanden spurlos.
 
Große Anforderungen kamen auf Pater Godbarsen zu in dem laizistischen Land mit strikter Trennung von Staat und Kirche. Religion war Privatsache. Die Landessprache erlernte der Pallottinerpater in erster Linie von den Kindern und Jugendlichen der Pfarrei Santos Apostoles in Montevideo. Sie waren auch die Basis für seine Arbeit als Seelsorger um neue Impulse zu geben in der Gesellschaft und der Glaubensgemeinschaft.
Mehr als 30 Basisgruppen wurden gegründet und motivierten mit ihrem gelebten Glauben ihr persönliches Umfeld zur Schaffung einer menschlicheren Gesellschaft durch Übernahme von politischer und sozialer Verantwortung. Und trotz der Repressalien und Bespitzelungen durch das Militär wuchs die Kirchengemeinde um Padre Bernardo, wie ihn die Uruguayer nennen.
 
Nach 20 Jahren Großstadt erwarteten ihn neue Aufgaben auf dem Lande mit den weitverzweigten kleinen Siedlungen.
Als Generalvikar des Bischofs von Florida war er verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung der Geistlichen und der Laien im Bistum. Bis heute ist er Nationalpräses des Kolpingwerkes Uruguay und er hat große Verdienste am Aufbau und der Ausbreitung von Kolpingsfamilien im Land.
 
Ohne die vielfältigen Aufgaben im Bistum Florida abzugeben, übernahm er nochmals seine "Erstpfarrei" in Montevideo mit ca. 25.000 Einwohnern.  4 Jahre "Doppelarbeit" in Montevideo und in Florida führten zu gesundheitlichen Problemen, die zu einer schweren lebensbedrohenden Herzoperation führten. Doch mit seiner frohen Lebensart und mit tatkräftiger Unterstützung vieler aktiver Laien konnte er bis 2019 als Pfarrer die Geschicke der Pfarrei leiten.
 
Seither ist Pater Godbarsen als Kaplan in der Pallottipfarrei am Stadtrand von Montevideo tätig. Für ihn ist auch im Alter von 78 Jahren noch immer die Seelsorge wichtig, "da sie für die Menschen da ist und nicht für Strukturen und Bürokratie", so der Jubilar. Lebensfreude und Humor bestimmen noch immer seine Arbeit als Priester.
Mit großer Dankbarkeit blickt er zurück auf 51 Jahre Priester und auf die großzügige Unterstützung aus der Heimat, besonders natürlich aus seiner Heimatgemeinde Iffezheim.
 
In der Pfarrgemeinde St. Birgitta findet am 10. Juli, 10.30 Uhr, ein Dankgottesdienst statt zum letztjährigen goldenen Priesterjubiläum von Pater Bernhard. Aus pandemischen Gründen konnte der Jubilar den damals geplanten Heimaturlaub nicht antreten.
 
 

 

Pfr. Michael Dafferner war von 13. 09.2010 bis 24.04.2022   Leiter der Kirchengemeinde Iffezheim-Ried

 
 

Kurz vor Weihnachten feierte Pfarrer Michael Dafferner seinen 60. Geburtstag an seiner neuen Wirkungsstätte in Grenzach-Wyhlen.
 
        
                

 
Eine kleine Abordnung unserer Kirchengemeinde hatte sich auf den Weg gemacht, um die Glückwünsche und Geschenke aus Iffezheim-Ried persönlich zu überbringen. Gemeinsam tauschte man bei Kaffee und Kuchen und später beim Abendessen Erinnerungen aus und nutze die Gelegenheit mit Gemeindemitgliedern und Mitarbeitern aus Grenzach und Wyhlen sich über die Arbeit in den Kirchengemeinden auszutauschen.
 
Abschluss der gelungenen Geburtstagsfeier war eine Eucharistiefeier in der beeindruckenden Wallfahrtskirche Maria im Buchs. Pfarrer Dafferner feierte gemeinsam mit dem leitenden Pfarrer der Kirchengemeinde, Andreas Brüstle, den Gottesdienst. In seiner Ansprache betonte Pfarrer Brüstle, welch großes Geschenk die Kirchengemeinde dadurch erhalten habe, dass Pfarrer Dafferner als Seelsorger in den Pfarreien in Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen seit September wirke.
 
Für die vielen guten Wünsche und Geschenke zu seinem neuen Lebensjahrzehnt möchte sich Pfarrer Dafferner auf diesem Weg ganz herzlich bedanken. Er fühlt sich natürlich nach wie vor mit der Kirchengemeinde Iffezheim-Ried verbunden und wird sicher im neuen Jahr an seiner alten Wirkungsstätte vorbeischauen.
 
 
Pfr. Michael Dafferner sagt "Dankeschön"
 
Vielen Dank nochmal an ALLE, die an meiner Verabschiedung mitgewirkt haben und mir durch die Teilnahme am Gottesdienst und am Empfang im Pfarrgarten mit Geschenken, mit Lieder und Beiträgen und mit vielen guten Wünschen "ADE" gesagt haben.
Durch die vielen Geldspenden können wir auf eine stolze Summe in Höhe von 3.125,14 €  für die Flüchtlingshilfe in der Ukraine blicken.
 
Vielen Dank dafür und Vergelt´s Gott.
Pfr. Michael Dafferner
 
 
Pfarrer Michael Dafferner ist 1962 in Offenburg geboren. Er ist der älteste Sohn seiner Eltern  und ist  mit 4 Geschwistern aufgewachsen.
 
Vom 13. September 2010 bis 24. April 2022 war er Leitender Pfarrer der Seelsorgeinheit Iffezheim-Ried.
 
Pfr. Michael Dafferner wechselt   zur Seelsorgeeinheit  Grenzach-Wyhlen. Wir wünschen ihm Gottes Segen für sein seelsorgerisches Wirken in der neuen Seelsorgeeinheit.
 
 
Ausbildung zum Theologen
1982   Abschluss mit dem Abitur
1982 Theologiestudium in Freiburg
  • Dr. Robert Zollitsch und Dr. Peter Wolf waren meine Direktoren im Collegium Borromaeum
  • Professoren, die mich beeindruckt haben: Prof. Dr. Alfons Deissler (Altes Testament). Prof. Dr. Rudolf Pesch (Neues Testament), Prof. Dr. Bernhard Kasper (Religionsphilosophie)
  • Interessent beim Säkularinstitut Diözesanpriester in Simmern
  • Musik: Rockpiano 1 + 2 von Jürgen Moser im Selbstunterricht
Sozialpraktikum im Josefskrankenhaus in OffenburgVordiplom1984 Theologiestudium in Münster an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster in Westfalen
  • Professoren, die mich besonders geprägt haben: Prof. Dr. Arnold Angenendt (Kirchengeschichte) Prof. Dr. Johann Baptist Metz (Fundamentaltheologie), Prof. Dr. Hubert Vorgrimmler(Dogmatik), Prof. Dr. Erich Zenger (Altes Testament), Prof. Dr. Adolf Exeler (Pastoraltheologie), Prof. Dr. Dieter Emeis (Katechese)
Schulpraktikum in der Klosterschule Unserer Lieben Frau in Offenburg
1985 Theologiestudium in Freiburg an der Albert – Ludwig – Universität im Collegium Borromaeum
  • Professoren, die mich besonders geprägt haben: Prof. Dr. Gisbert Greshage (Dogmatik und Spiritualität), Prof. Dr. Josef Müller (Pastoraltheologie), Prof. Dr. Rudolf Biemer (Katechese und Jugendarbeit) Prof. Dr. Zapp (Kirchenrecht), Prof. Dr. Heinrich Pompey (Caritaswissenschaft und Pastoralpsychologie)
  • Kandidat beim Säkularinstitut Schönstatt – Diözesanpriester in Simmern
  • Gemeindepraktikum in Philippsburg bei Pfarrer Hermann Otteny
1987 Abschluss als Diplomtheologe
  • mit der Diplomarbeit über begleitende Ehe- und Familienpastoral
 
Stationen des Theologie Studiums von Pfr. Michael Dafferner
1987   Gemeindejahr in Engen im Hegau bei Pfarrer Fritz Winkler
1988   Diakonatskurs in St. Peter im Priesterseminar
1988   Diakonatsweihe
1989   Presbyteratskurs in St. Peter im Priesterseminar bei Dr. Klaus Stadel
7. Mai 1989   Priesterweihe in Freiburg durch Erzbischof Dr. Oskar Saier
14. Mai 1989   Primiz in meiner Heimatgemeinde Herz Jesu    
                   (Primizspruch: „und sie erkannten ihn.“ - Lk 24)
Ferienvertretung in Boxberg im Umpfertal bei Pfarrer Hans Scheuermann
1989   Kaplan in Steinach im Kinzigtal (Pfarrer Gottfried Huber und Pfarrer Helmuth Manz)
  • Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Wolfach
1991   Kaplan in Elzach im Elztal (Pfarrer Fridolin Matt)
  • Miglied beim Säkularinstitut Diözesanpriester
1994   Pfarradministrator zur Vertretung in Simonswald im Schwarzwald
1994    Pfarradministrator zur Vertretung in Wertheim – Bestenheid und Mondfeld bei Pfarrer Wolfgang Meny
Zweite Dienstprüfung über Gemeindeleitung und Terminplanung
1995   Pfarradministrator in Boxberg
2000   Pfarrer in der Kirchengemeinde Boxberg – Ahorn
  • Mitarbeit bei der RAGE (Regionale Arbeitsgruppe Gemeinde Entwicklung)
  • MesnerInnen – Seelsorger im Dekanat Lauda, dann Tauberbischofsheim
2010   Pfarrer in der Kirchengemeinde Iffezheim – Ried
  • Diözesanseelsorger für die Schönstatt – Familien - Liga bis 2013
  • Diözesanseelsorger für die Schönstatt – Männer – Liga
 
 
 
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitchristen,
Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.“
So lautet eine Aussage von Mahatma Gandhi, mit der ich mich in den letzten Monaten oft auseinandergesetzt habe. Gründe dafür sind meine persönlichen Lebensumstände, die Ursache für dieses Nachdenken waren. Denn nicht nur die erheblich gewachsenen Anforderungen an einen leitenden Pfarrer belasteten mich zunehmend, auch der anstehende Umgestaltungsprozess unserer Pfarreien erfordert in den nächsten Jahren den vollen Einsatz aller daran Beteiligten.
 

Da meine Gesundheit nicht mehr ganz sattelfest ist und auch angesichts meines fortgeschrittenes Lebensalters – ich gehe stramm auf die sechzig zu – habe ich mir lange überlegt, ob ich physisch und psychisch in der Lage sein werde, diesen Veränderungsprozess engagiert und mit voller Kraft in den nächsten Jahren mitzugestalten. Und ich musste mir eingestehen, dass ich daran zunehmend Zweifel hegte. Wenn man aber diese Zweifel ernst nimmt, so muss man sich der Wahrheit stellen und entsprechend handeln. Dies heißt, man sucht sich für den letzten Abschnitt seines beruflichen Weges eine Aufgabe, von der man sicher ist, sie mit Freude und Engagement ganz erfüllen zu können.
Aus diesem Grunde habe ich gegenüber unserem Herrn Erzbischof mit Wirkung vom 24. April dieses Jahres den Verzicht auf die Pfarrei Iffezheim-Ried erklärt. Für mich ist es die Chance, noch einmal für die vermutlich letzte Phase meines priesterlichen Wirkens längerfristig eine Aufgabe zu übernehmen, bei der ich mich entsprechend meiner Kräfte und Fähigkeiten voll einbringen kann.  Meine neue Wirkungsstätte wird am Hochrhein liegen, nämlich in den Kirchengemeinden Grenzach - Wyhlen und Rheinfelden. Dort werde ich als Kooperator in den Pfarreien mitarbeiten und ich darf mich voll auf seelsorgerische Aufgaben konzentrieren. Darauf freue ich mich sehr!
 
Aber natürlich bin ich auch bewegt und voller Wehmut, wenn ich daran denke, dass ich unsere Kirchengemeinde bald verlassen werde. All das Schöne, das ich hier erleben durfte, all die lieben Menschen, denen ich hier begegnete, aber auch alle Herausforderungen, vor die ich in den letzten elf Jahren gestellt wurde, werde ich immer in dankbarer Erinnerung behalten. Die Kirchengemeinde Iffezheim – Ried ist in ihrer Vielfalt und mit ihren manchmal eigenwilligen, aber auch liebenswerten Menschen für mich Heimat geworden. Und dafür möchte ich mich schon jetzt an dieser Stelle bei Euch und Ihnen allen von ganzen Herzen bedanken. Vergelt`s Gott für die gemeinsam zusammen erlebten und erfüllten Jahre hier in unserer Kirchengemeinde.
Wie geht es nun weiter für uns?
Zunächst, für mich: Nachdem mein Amtsverzicht in der Woche nach Ostern wirksam wird, werde ich direkt anschließend eine neunwöchige qualifizierende Fortbildung besuchen. Nach deren Abschluss werde ich ins Iffezheimer Pfarrhaus zurückkehren und von dort aus meinen Wechsel an meine neue Wirkungsstätte vorbereiten. In dieser Zeit bin ich gerne bereit, soweit gewünscht und es mir zeitlich möglich ist, als Seelsorger zu helfen, wo immer es nötig ist. Dies schließt allerdings alle Leitungsaufgaben innerhalb der Kirchengemeinde aus.
Nun aber zum wichtigeren, nämlich wie geht es weiter für die Kirchengemeinde Iffezheim-Ried?
Man hat mir zugesagt, dass die Stelle des Pfarrers für unsere Gemeinde möglichst bald, das bedeutet Anfang April im Amtsblatt der Erzdiözese ausgeschrieben wird, um sie so schnell wie möglich wieder zu besetzten. In der Zwischenzeit wird Pfarrer Dickerhof, den die allermeisten ja schon als kommissarischen Leiter der Kirchengemeinde im letzten Sommer kennengelernt haben, diese Aufgabe wieder übernehmen. Bringen Sie ihm bitte - aber daran habe ich keinerlei Zweifel - die gleiche Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit entgegen, mit der Sie in den zurückliegenden Jahren mir begegnet sind.
Wir durften behütet von Gott ein Stück unseres Lebensweges gemeinsam zurücklegen und gemeinsam Freude, aber auch Leid erfahren. Dafür dürfen wir danken. Und auch wenn sich nun unsere Wege bald trennen werden – Gott wird uns immer begleiten und behüten. Diese Gewissheit verbindet uns auch in Zukunft. Schreiten wir frohgemut voran. Lassen wir uns auch durch Hindernisse auf dem Weg nicht entmutigen. Verlieren wir unsere Aufgabe, hier und jetzt auf dieser Welt schon am Reich Gottes mitzuarbeiten, nicht aus den Augen. Dies ist meine Bitte und ist mein Wunsch für uns alle.
Ihr Pfarrer Michael Dafferner
 
Pfarrer Michael Dafferner feierte seinen letzten Gottesdienst als Leiter der Kirchengemeinde in St. Birgitta am 16.04.2022
 
Die Feier der Osternacht war der letzte Gottesdienst in Iffezheim, den Michael Dafferner als leitender Pfarrer unserer Kirchengemeinde gefeiert hat.
 
Nach seiner Auszeit, die in der kommenden Woche beginnt, kehrt er im Juni nochmals für einige Zeit nach Iffezheim zurück, ist aber dann nicht mehr Leiter der Kirchengemeinde.
 
Daher möchten wir ihm schon heute an dieser Stelle ganz herzlich für sein segensreiches Wirken in Iffezheim danken.
 
Sein großes Engagement, seine Hilfsbereitschaft und seine verständnisvolle Offenheit werden wir sicher vermissen. Wir sind für die fast zwölf Jahre, welche er bei uns war, sehr dankbar!
 
Unsere guten Wünsche begleiten ihn für die nächsten Wochen und wir freuen uns auf den Sommer, wenn er wieder in Iffezheim ist. Dann findet leider auch der endgültige Abschied statt.
 
Zum Abschiedsgottesdienst, der am Sonntag, dem 17. Juli in St. Birgitta in Iffezheim gefeiert wir, dürfen wir aber schon heute alle ganz herzlich einladen.
 
 

Kardinal Francis Arinze

 
Gottesdienst mit Kardinal Francis Arinze am 25. September 2023 St. Birgitta Iffezheim
 

Feierliches Requiem in der Iffezheimer Kirche St. Birgitta

 
Am Montag, den 25.09.2023 feierte die Pfarrgemeinde St. Birgitta Iffezheim einen besonderen Gottesdienst. Besonders deshalb, weil Kardinal Francis Arinze aus Rom (links im Bild) diesen Gottesdienst für seinen Freund, den im Juli 2022 verstorbenen Pfarrer Alwin Schneider i.R. (rechts im Bild), zelebrierte. Mitzelebranten waren Pfr. i.R. Edwin Höll, Pfr. i.R. Gerold Siegel, Pfr. Vincent Padinjarakadan und der Kardinalssekretär. 
 
 
 
Es war ein festlicher Gottesdienst mit vielen Ministranten und der Mitgestaltung der Kantorengruppe. Zum Gottesdienst waren sehr viele Gläubige aus der Kirchengemeinde Iffezheim-Ried gekommen. Nach dem Segen zogen die Geistlichen mit den Ministranten aus der Kirche St. Birgitta. Der hohe Besuch bekam reichlich Applaus von den Kirchenbesuchern und segnete die vielen strahlenden Gesichter der Gläubigen.
Kardinal Francis Arinze flog  anlässlich dieser Messe mit seinem Sekretär von Rom nach Deutschland. Wir sind sehr dankbar, dass er diese Strapazen für unseren Verstorbenen Iffezheimer Geistlichen auf sich nahm.
 
Der Verstorbene pflegte eine lange Freundschaft mit dem Kardinal, die durch den langjährigen Iffezheimer  Pfarrer Eugen Heinzmann  begonnen hatte und von Pfarrer Alwin Schneider weitergeführt wurde.
 
Pfarrer Eugen Heinzmann lernte Mitte der 50ger Jahre den jungen Theologiestudenten Francis Arinze aus Nigeria kennen und unterstützte ihn ab dieser Zeit. Arinze studierte in Nigeria und Rom Philosophie und  katholische Theologie und weilte immer wieder in Iffezheim. Das Sakrament der Priesterweihe empfing er in Rom im Jahre 1958 .  Wurde  er nach Iffezheim eingeladen hat er in der Pfarrgemeinde Iffezheim gerne Eucharistie gefeiert, Krankenbesuche gemacht und Taufen gehalten. Durch die priesterlichen Verbindungen lernte der junge Priester Arinze auch den Iffezheimer Priester Alwin Schneider kennen. Dieser wirkte als Pfarrer u.a. in der Gemeinde St. Vitus  in Heidelberg. Seither sind die Geistlichen miteinander verbunden. Viele Male war er als Bischof, später als Kardinal Arinze schon in Iffezheim bei Pfr. Schneider zu Besuch gewesen, auch nach dessen Ruhestand.
Vergelt's Gott, sehr verehrter Herr Kardinal Arinze.
 
 
Lebenslauf
 
Francis Kardinal Arinze (* 1. November 1932 in Eziowelle bei Onitsha) ist ein nigerianischer Geistlicher, ehemaliger Erzbischof von Onitsha und emeritierter Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche. Er leitete zwischen 1984 und 2002 den Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog und anschließend bis 2008 die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. 
 

Leben


Francis Arinze wuchs in einfachen Verhältnissen auf, kam als Kind durch einen Missionar in Berührung mit dem Christentum und ließ sich später katholisch taufen.[1] Er erlangte seine höhere Schulbildung an einem kirchlichen Seminar und studierte anschließend katholische Theologie und Philosophie in Nigeria und Rom, wo er im Jahre 1958 das Sakrament der Priesterweihe durch Kardinal Grégoire-Pierre Agagianian, Patriarch von Kilikien, empfing. Nach seiner Rückkehr nach Nigeria dozierte er Liturgik und Philosophie am Seminar von Enugu. Weitere Studien führten ihn nach London, wo er ein Diplom in Pädagogik erlangte.
 
Am 6. Juli 1965 wurde er von Papst Paul VI. zum Titularbischof von Fissiana und Koadjutorbischof des Erzbistums Onitsha ernannt. Die Bischofsweihe am 29. August 1965 spendete ihm der Erzbischof von Onitsha, Charles Heerey. Mitkonsekratoren waren der Erzbischof von Lagos, John Kwao Amuzu Aggey, und der Bischof von Ikot Ekpene, Dominic Ignatius Ekandem. Arinze war zu diesem Zeitpunkt der jüngste Bischof der römisch-katholischen Kirche.[2] Am 26. Juni 1967, fast fünf Monate nach Heerys Tod, wurde er zum Erzbischof von Onitsha ernannt.
 
 
 
Die Entstehung der Freundschaft

Die Entstehung einer langjährigen und intensiven Freundschaft

 
Als der Theologiestudent Francis Arinze (mehr bei wikipedia) im Jahre 1955/56 eine Einladung  aus Deutschland erhielt, war er bestimmt überrascht. Der damalige Ortspfarrer von Iffezheim Eugen Heintzmann (Pfr. von 1953-1972 in Iffezheim) lud  den jungen Theologiestudenten Francis Arinze aus Nigeria ein in seine Pfarrei zu kommen. Er unterstützte und förderte ihn ab dieser Zeit. Diese Einladung führte ihn in das kleine Dörfchen Iffezheim an der französischen Grenze. Francis Arinze kam aus Nigeria wo zu diesem Zeitpunkt Krieg herrschte.
Er studierte in Nigeria und Rom und kam danach immer wieder nach Iffezheim um  seine Semesterferien dort zu verbringen und den Ortspfarrer zu unterstützen. Er lernte die Sprache und die Menschen kennen. 
 
Dieser Ferienaufenthalt war der Grundstein für eine lange Freundschaft. Pfr. Heintzmann unterstützte den jungen 24-jährigen Studenten gerne (im Bild links mit Haushälterin Theresia Sigg). Seine Pfarrgemeinde war ebenso begeistert von Arinze und spendete  ihm immer wieder etwas   zu seinem Lebensunterhalt.
 
1958 wurde der Theologiestudent  in Rom zum Priester geweiht. Im selben Jahr feierte er auch in Iffezheim seine "Nach-Primiz". Viele gemeinsame Stunden verbrachte der junge Priester in der Pfarrgemeinde Iffezheim. Er feierte Eucharistie mit der Gemeinde, machte Krankenbesuche und  taufte Kinder. Bei den Iffezheimer Gläubigen war er beliebt und immer willkommen.
 
Er war von 1961-1962 Professor für Liturgie und lehrte außerdem grundlegende Philosophie. Weitere Studien führten ihn nach London, wo er ein Diplom in Pädagogik erlangte. 1965 wurde der Priester Arinze zum Bischof, 1967 zum Erzbischof ernannt. In verschiedenen Ländern wirkte er.
 
(wikipedia: Arinze nahm 1965 an der letzten Sitzungsperiode des Zweites Vatikanischen Konzils teil. Er ist (Stand: Juli 2023) einer von noch vier lebenden Konzilsvätern, der letzte auf dem afrikanischen Kontinent geborene und zudem der letzte lebende Kardinal, der am Konzil als Konzilsvater teilnahm.
Von 1979 bis 1984 leitete Arinze die Nigerianische Bischofskonferenz, ehe ihn Papst Johannes Paul II. im April 1984 zum Präsidenten des Sekretariates für die Nichtchristen, das 1988 in Päpstlicher Rat für den Interreligiösen Dialog umbenannt wurde, ernannte und am 25. Mai 1985 als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie San Giovanni della Pigna in das Kardinalskollegium aufnahm. 1996 wurde er unter Beibehaltung seiner Titeldiakonie "pro hac vice" zum Kardinalpriester ernannt.  - Stand 21.7.2023)
 
Als Pfr. Heintzmann  etwa im Jahre 1975 erkrankte, flog Arinze nach Deutschland und fuhr nach Freiolsheim und Heidelberg, um seinen väterlichen und geistlichen Freund und Förderer zu besuchen. In dieser Zeit  umsorgte der befreundete Pfr. Alwin Schneider mit seiner Schwester Helga, beide geboren in Iffezheim, den kranken Mitbruder im katholischen Pflegeheim Caritashaus St. Michael.  Die Pfarrei St. Vitus in Heidelberg, die Pfr. Schneider  drei Jahrzehnte leitete, war ganz in der Nähe dieses Pflegeheimes. Die Priester waren in Freundschaft verbunden und so übergab Heintzmann vor seinem Versterben 1991  die Adresse des Priesters Arinze, der inzwischen zum Bischof und Kardinal ernannt worden war, an Pfarrer Alwin Schneider zu treuen Händen.
 
Während diesen Jahren  wuchs auch die Freundschaft zwischen Kardinal Arinze und Pfr. Schneider. Als Pfr. Schneider in den Ruhestand ging, wieder in seine Heimatgemeinde Iffezheim zog und dort in der Pfarrei mitwirkte, besuchte Kardinal Francis Arinze ihn gerne.  2022 verstarb Pfarrer i.R. Alwin Schneider im Alter von 89 Jahren.
 
(Alle Angaben nach mündlicher Überlieferung)
 
 
 
 
 
 
Selbst im hohen Alter von fast 91 Jahren ließ der Kardinal es sich nicht nehmen und flog mit seinem Sekretär von Rom nach Deutschland um für seinen verstorbenen Freund ein Requiem zu feiern. Am 25. September 2023 feierte die Pfarrgemeinde mit ihrem Kardinal Arinze dieses feierliche Requiem.
 
 
 
 
 
 
 
    ♦   ♦   ♦
 
Anmerkung
Kardinal Francis Arinze war zweimal (2005 und 2013) in der näheren Auswahl der „papabile“. Das ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Kardinäle, denen bei einer Papstwahl Chancen gegeben werden. 
 
 
Priester - Bischof - Erzbischof - Kardinal Franzis Arinze - Besuch in Iffezheim
 
 
Kardinal Francis Arinze
Pfingsten 2015
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dieses Bild entstand im Jahre 1964 anlässlich des 50. Priesterjubiläums von Pfr. Karl Bürkle (Mitte) vor der Pfarrkirche St. Birgitta in Iffezheim.
 
Die Zelebranten waren (v.l.n.r.):
Pfr. Alwin Schneider, Pfr. Karl Bürkle, Pfr. Francis Arinze, rechts hinter Arinze (kaum zu sehen) Pfr. Eugen Heinzmann.
 
 
 
 
 
Dieses Bild zeigt folgende Personen (v.l.n.r.):
Josef Gartner (*1938 +2023)
Pater Franz Jakob SAC, Pallotiner (*1950 +2023)
Pfarrer Eugen Heinzmann ( *1914+1991 )
Bischof Francis Arinze (*1932)
Haushälterin Theresia Sigg (*1915+1987)
Diakon Hans Schäfer (*1949  +1988 )
 
 
 
 

Alle verstorbenen Seelsorger die in Iffezheim gewirkt haben

 
 
Auszug aus dem Buch der Kolpingsfamilie "Iffezheim und seine Geschichte" Seite 160. (mit freundlicher Genehmigung)
 
"Die Aufzeichnungen über Pfarrer in Iffezheim gehen bis zum Jahre 1400 zurück. Zuvor betreuten Pater aus Honau die Gemeinde. Die Pfarrei war so arm, dass sie nicht immer einen Pfarrer verhalten konnte. Von 1656 - 1769 lautete der Titel: Pfarrer von Iffezheim und Sandweier."
 
Im Buch "Iffezheim und seine Geschichte" sind ab dem Jahr 1826 die Pfarrer namentlich aufgeführt.
Die Wirkenszeit der einzelnen Pfarrer und Pfarrverweser reichte von 1 bis 41 Jahre.
 
1826-1833 - Pfarrer Philipp Joseph Steinröder (7 Jahre)
1856-1866 - Pfarrer Karl Alois Hauns (10 Jahre)
1866-1875 - Pfarrer und Definitor (*1) Johann Baptist Weber (9 Jahre)
1875-1876 - Pfarrverweser(*2)  Dr. Adolf Wehrle (1 Jahr)
1876-1877 - Pfarrverweser Bunkofer (1 Jahr)
1877-1887 - Pfarrer und Definitor Josef Brunner (10 Jahre)
1887-1894 - Pfarrverweser Josef Winterroth (7 Jahre)
1894                                          Mitbetreuung durch Pfarrer Kraus aus Hügelsheim
1985-1902 - Pfarrer Ochs (17 Jahre)
1902-1904 - Pfarrverweser Josef Buchmeier (2 Jahre)
1904-1906 - Pfarrer Josef Zimmermann (2 Jahre)
1906-1907 - Pfarrverweser Josef Heitz (1 Jahr)
1907-1920 - Pfarrer Julius Meister (13 Jahre)
1920-1932 - Pfarrer Heinrich Risch
1932-1933 - Pfarrverweser Karl Friedrich Hugelmann (1 Jahr)
1933-1953 -  Pfarrer Karl Bürkle (20 Jahre)
1953-1972 - Pfarrer Eugen Heintzmann (19 Jahre)
1972-2010 - Pfarrer Walfried Asal  (38 Jahre)
1983-1988 - Diakon Hans Schäfer (3 Jahre im Zivilberuf,  2 Jahre im Hauptberuf)
ab 2008                        Diakon Siegfried Oesterle (im Zivilberuf)
2010-2015 -  Pfarrer Michael Dafferner (5 Jahre)
2015-2022 -          Pfarrer Michael Dafferner, Leiter der Seelsorgeeinheit (7 Jahre,     insges. 12 J.)
2022                                       Pfarrer Gerold Siegel,   kommissarischer Leiter der SE von April-Oktober
2022-                                  Pfarrer Vincent Padinjarakadan (ab 1.11.)
 
Seit     2010  war Pfarrer Michael Dafferner in Iffezheim tätig und war auch der Leiter der Seelsorgeeinheit (SE), die   ab 2010 aus den Pfarreien Iffezheim, Ottersdorf und Wintersdorf bestand.  Im Jahr 2012 kam noch Plittersdorf hinzu.
 
Seit 1. Januar 2015 bilden die vier Kirchengemeinden, bisher formal noch selbstständigen Kirchengemeinden  St. Birgitta Iffezheim, St. Ägidius Ottersdorf, St. Michael Wintersdorf und St. Jakobus Plittersdorf, die neue Kirchengemeinde Iffezheim-Ried, die Seelsorgeeinheit mit dem Namen "Römisch katholische Kirchengemeinde Iffezheim-Ried", deren Leiter  Pfr. Michael Dafferner bis April 2022 war.
 
(*1)  Verwaltungsbeamter der katholischen Kirche in einem Bistum oder Dekanat
(*2) Verwalter einer noch nicht [wieder] besetzten Pfarrstelle
(Wikipedia)
 
 

Verstorbene Seelsorger und Ordensleute die aus Iffezheim stammen und / oder hier gewirkt haben

 
Nachruf - Pater Franz Jakob - Pfarrei St. Birgitta

Nachruf

 
„Die Liebe Christi den Menschen zu verkünden und in meinem Leben sichtbar zu machen, das sind meine Hauptanliegen, warum ich Priester werde.“ (Zitat von P. Franz Jakob)

Die katholische Kirchengemeinde Iffezheim-Ried trauert um
 

Pater Franz Jakob, SAC

 
welcher nach langer Krankheit am 14. September 2023 im Alter von 73 Jahren 
im Kloster Hersberg des Pallottinerorden in Immenstaad am Bodensee verstorben ist,
wo er auch beigesetzt wurde.
 
Pater Franz wuchs in Iffezheim auf, machte  sein Abitur 1969  in Immenstaad und durfte nach Studienjahren seine Priesterweihe am 14. März 1976 empfangen. Im Frühjahr des gleichen Jahres  feierte er seinen Primizgottesdienst mit der Pfarrgemeinde St. Birgitta in Iffezheim. Seinen Dienst als Priester und Seelsorger führte ihn in zahlreiche Gemeinden und Einrichtungen der Pallottiner, u.a. ins St. Paulusheim nach Bruchsal, dem Internat des Ordens, wo er mehr als 20 Jahre wirkte.
Wenn es ihm möglich war, kam er immer wieder gerne in seine Heimatgemeinde zu seiner Familie. Er feierte Gottesdienste mit den Iffezheimern, aber auch ein Besuch der Pferderennbahn durfte hier nicht fehlen.
Leider war ihm dies in den letzten Jahren aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich.
Gerne hätten wir noch in drei Jahren sein goldenes Priesterjubiläum mit ihm gefeiert.
 
Die Kirchengemeinde gedenkt seiner im Gebet und in der
Eucharistiefeier am 17.11.2023 um 18.00 Uhr in Iffezheim.
Alle sind herzlich eingeladen.
 
Für die Kirchengemeinde Iffezheim-Ried
Christoph Bosler (PGR-Vorsitzender) und
Vincent Padinjarakadan, Pfarrer
 
 
Heimgegangen in den ewigen Frieden - P. Franz Josef Jakob, SAC Pallottiner
 
 
 
 
Werdegang von Pater Franz Jakob SAC
 
 
 
Pater Franz Jakob SAC

P. Franz Jakob SAC
Pallottiner

Im März 1950 kam ich in Iffezheim auf die Welt. Meine Kindheit und frühe Jugend verbrachte ich dort und wurde vom Dorf, seinen Bewohnern und der Rennbahn geprägt.

1962 ging ich dann ins Internat der Pallottiner in Bruchsal und wechselte 1965 ins Internat auf den Hersberg in Immenstaad am Bodensee, wo ich 1969 mein Abitur machte.

Nach dem Abitur ging ich ins Noviziat der Pallottiner nach Untermerzbach in Unterfranken. Dort studierte ich Philosophie. 
Nach dem Abschluss habe ich in Vallendar bei Koblenz Theologie studiert.

Nach meinem Studium wurde ich im März 1976 in Augsburg zum Priester geweiht und durfte in Iffezheim meine Primiz feiern.
Von 1976 bis 1977 war ich im Rahmen meiner pastoralen Ausbildung Kaplan in Mering bei Augsburg.
Danach führte mich mein Weg für 22 Jahre nach Bruchsal ins St. Paulusheim, also bis 1999.
 
Zunächst war ich dort im Internat als Erzieher tätig.
Dann wechselte ich in die Schule und wurde Religionslehrer am Gymnasium. Neben dem Religionsunterricht war mir die Schulseelsorge ein wichtiges Anliegen.
Neben der Schule war auch die Hausgemeinschaft mit der Senioren- und Pflegestation eine Aufgabe. 

Prägend für meine Zeit in Bruchsal war in den Sommermonaten auch mein sonntäglicher Dienst bei der Campingkirche in Stollhofen, der mir immer sehr viel Freude machte.

1999 wechselte ich dann in den Bayrischen Wald nach Hofstetten. Hier brachte ich mich in der Seelsorge und in der Gästebetreuung ein.

Doch bald berief mich mein Oberer nach Schwandorf in der Oberpfalz zu den Niederbronner Schwestern als Krankenhausseelsorger. So tat ich von 2002 bis 2004 im St. Barbara Krankenhaus meinen Dienst.

Als die Pallottiner 2004 in Immenstaad eine eigene Seniorenstation eröffneten wurde mir die Leitung übertragen.
2007 wechselte ich aus gesundheitlichen Gründen auf den Hersberg, wo ich nun meinen Lebensabend verbringe.
 
Pater Franz Jakob, SAC
 
 
 
Nachruf - Diakon Hans Schäfer
 
*09.10.1949 + 26.10.88
 
Hans Schäfer war gebürtiger Iffezheimer und erlernte den Beruf des Heizungs- und Wasserinstallateurs.
Er  war Hausmeister der Realschule Iffezheim und der dazugehörenden Sporthalle.
Anschließend war er als Verwaltungsangestellter im Kreiskrankenhaus Rastatt tätig.
Schon in dieser Zeit besuchte er die, über mehr als zwei Jahre dauernden, thoelogischen  Kurse in seiner Freizeit.
 
Von 1964 an war er in der Kolpingsfamilie als Jungkolping-Gruppenleiter, später dann als  1. Vorsitzender der Kolpingsfamilie Iffezheim engagiert. Ab 1964   war er für lange Jahre Mesner in der Pfarrkirche St. Birgitta Iffezheim.
 
Seine Weihe zum Diakon war am 27.11.1983 im Freiburger Münster.
Die ersten Jahre  war er nebenberuflicher ständiger Diakon mit Schwerpunkt Jugendpastoral und Religionsunterricht.
Seine feierliche Einführung in die Gemeinde war am 04.12.1983 in der Pfarrkirche St. Birgitta Iffezheim.
Seit 1986 war er als hauptamtlicher Diakon tätig.
Er war verheiratet mit Agnes Schäfer. Sie hatten 3 Kinder.
 
Im Alter von 38 Jahren verlor  Hans Schäfer am 26.10.1988 durch einen tragischen Unfall sein Leben.
 
 
Abschrift des Zeitungsartikels - Die Weihe des Diakon Hans Schäfer
 
Abschrift des Artikels aus dem Badischen Tagblatt von Jupp Reinartz
 
Hans Schäfer zum Diakon geweiht
Feierliche Einführung in der Gemeinde ist am 4. Dezember 1983
 
Iffezheim. (tz) Der katholischen Kirchengemeinde Iffezheim steht am 4. Dezember, dem Kolpinggedenktag ein besonderes Ereignis bevor: Der 34jährige verheiratete Hans Schäfer wird feierlich als ständiger Diakon eingeführt. Schon am kommenden Sonntag erhält der im kirchlichen Leben der Gemeinde verdiente Kandidat zusammen mit sechs Diakonen aus der Erzdiözese Freiburg im dortigen Münster die Weihe von Erzbischof Dr. Oskar Saier. Hans Schäfer, hauptberuflich als Verwaltungsangestellter im Rastatter Krankenhaus tätig, wird den Dienst als nebenberuflicher Diakon in der Heimatpfarrei ausüben.
 
Für den Familienvater (drei Kinder) war der Weg zum ständigen Diakon schon vom Zeitaufwand für die Ausbildung her recht beschwerlich. Seit 1964 in der kirchlichen Arbeit stehend (Jungkolping, Senior der Kolpingfamilie und von 1964 an Mesner) kristallisierte sich noch zu Pfarrer Heintzmanns Zeiten der Wunsch heraus, sich noch stärker in den kirchlichen Diensten zu engagieren, wozu er letztlich in Pfarrer Walfried Asal eine große Stütze fand.
 
Über den Diakonatskreis Rastatt lief dieser Wunsch dann in die entsprechende Bahn. Es folgten ein theologischer Kurs über zwei Jahre an je einem Wochenende im Monat, ferner ein Kurs in religiöser Pädagogik (1978-1981), Grundkurse zum Diakonat für sozialen und pastoral-liturgischen Dienst sowie ein Jahr Gemeindepraktikum in der Pfarrei. Dies alles erforderte neben der eigentlichen Berufsarbeit eine Menge Energie und Zeitaufwand. Aus diesem Grunde ist das volle Einverständnis der Ehefrau erforderlich, wenn sich ein verheirateter Mann entschließt Diakon zu werden.
 
In einer Informationsschrift über die Aufgaben und Ziele eines Diakons heißt es unter anderem: „Wir wollen ganz bewusst auch Männer, die sich in ihrem Beruf bewährt haben und sich im Nebenberuf für die Kirche engagieren. Denn wir glauben, dass dieses Zeugnis seinen ganz eigenen Wert hat.“ Das heißt: Ein aus dem Berufs- und Familienleben kommender Diakon bringt eine starke Bindung zur Bevölkerung und viel Verständnis für deren Probleme mit.
 
Hans Schäfer wird nach seiner Weihe in der Heimatpfarrei tätig sein. Schwerpunkte seiner Arbeit wird in der Jugendbetreuung sowie im Aufbau von Familienkreisen liegen sowie im Religionsunterricht in der Hauptschule. Zum Bereich „Verkündung“ gehören Predigt, Vorbereitung und Mitwirkung bei Jugendgottesdiensten, ebenso Vorbereitung zur Firmung und zur Trauung. In den Bereich „Liturgie“ fallen das Abhalten von Wortgottesdiensten, Mitwirkung bei der hl. Messe und Predigt, die Krankenkommunion – Diakon Hans Schäfer kann selbständig Trauungen, Taufen und Beerdigungen vollziehen.
 
Die Kirche ist der Überzeugung, dass sich dieser Beruf, den das 2. Vatikanische Konzil wiederbelebte, mehr und mehr als ein wichtiger Beitrag zur Erneuerung und Verlebendigung der Gemeinden erweisen wird.
 
 
Nachruf - Schwester Maria Fritz
 
Schwester Maria Fritz, Schwester vom Göttlichen Erlöser
Heimatkloster - Kloster Bühl
Tätigkeitsfeld - Krankenpflege im Krankenhaus und Pflegeheim in Ebersteinburg
 
Schwester Maria Fritz verstarb im Jahr 2023
 
Nachruf - Lebenslauf von Pfarrer Alwin Schneider

Nachruf

Lebenslauf von Pfarrer Alwin Schneider


„Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ (Joh 11, 25)
 
im Glauben an die Auferstehung verstarb am 10. Juli 2022
 
 
Alwin Martin Schneider,
Pfarrer i. R.
 
Der Verstorbene wurde am 13. November 1933 in Iffezheim geboren und wuchs mit 6 Geschwistern auf. Von 1945 bis 1953 besuchte er die Heimschule Lender und das Gymnasium in Sasbach. Nach dem Abitur 1953 studierte Alwin Schneider Theologie in Freiburg und Tübingen. Am 18. Mai 1958 wurde er mit 35 Kursbrüdern zum Priester im Münster zu Freiburg geweiht. 
Als Vikar wirkte er in Hockenheim, Konstanz und Heidelberg, St. Albert. Ab 1966 war er Pfarrer in Heiligkreuzsteinach bis August 1977. Danach wirkte Pfarrer Schneider 30 Jahre lang segensreich als Priester, Seelsorger und Pfarrer in Heidelberg, St. Vitus bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2007. 
Die Sorge um die ihm anvertrauten Menschen, die Familie, die Gemeinschaft, die Gastfreundschaft, die Ökumene sowie die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils waren Pfarrer Schneider „Herzensanliegen“. Seine Schwester Helga begleitete ihn durch all die Jahrzehnte seines Wirkens als Haushälterin. 
 
Nach seiner Pensionierung zog er in seinen Heimatort Iffezheim und übernahm regelmäßig Gottesdienste in der Kirchengemeinde Iffezheim – Ried und den umliegenden Orten. Als Pensionär half er in der Krankenseelsorge im Krankenhaus Baden-Baden mit, ebenso in den umliegenden Frauenklöstern. 
Im Jahr 2008 durfte er sein Goldenes Priesterjubiläum in Iffezheim und Heidelberg feiern, 2018 sein Diamantenes Priesterjubiläum. Die Verkündigung der Frohen Botschaft, die Feier der Gottesdienste, die Kirchenmusik, die väterliche Sorge um die Menschen und Familien, die Gemeinschaft und die Gastfreundschaft im Pfarrhaus mit Hilfe seiner Schwester Helga, die Ökumene und die Verbundenheit mit der Weltkirche besonders seine jahrzehntelange Freundschaft mit Kardinal Francis Arinze waren ihm in seinem langen Leben sehr wichtig. 
 
Mit großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Pfarrer Alwin Schneider. Wir haben aus dem Glauben die Hoffnung, dass er bei Gott zur Vollendung gekommen ist. Im Gebet und im Gottesdienst bleiben wir mit ihm verbunden. 
 
Für die Familie 
Helga Schneider und alle Angehörigen 
 
Für das Dekanat Rastatt
Dekan Ulrich Stoffers
 Für die Kirchengemeinde Iffezheim – Ried
Pfarrer Michael Dafferner 
Pfarrer Gerold Siegel
Christoph Bosler PGR –Vorsitzender

 
 
Nachruf - Schwester Grata - Maria Bindschädel
Schwester Maria Grata Bindschädel, Schwester bei den Franziskanerinnen
 
Geb. am 01.12.1931 in Iffezheim/Deutschland. Sie trat im März 1957 in den Orden der Franziskanerinnen vom Hl. Herz Jesu, Gengenbach, ein.
18 Jahre war sie in Deutschland als Nähschwester tätig. 1976 wurde sie, ihrem Wunsche gemäß, in die Mission nach Chile geschickt, wo sie in der Landwirtschaftsschule Maria Reine das Fach Handarbeit unterrichtete. Im vorgerückten Alter arbeitete sie mit Frauen und nähte, strickte und stickte mit ihnen.
 
Am 17.08.2019 verstarb Sr. M. Grata im Alter von 87 Jahren in Bucon/Chile.
 
 
Nachruf - Die Seelsorgeeinheit und die Pfarrgemeinde St. Birgitta Iffezheim trauert um Pfr. Walfried Asal
Nachruf von Stephan Koch - 27. November 2013
 
Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen.
2 Kor 5,20
 
Im Glauben an die Auferstehung verstarb am 27. November 2013
 

Walfried Asal

Pfr. i. R.
 
Der Verstorbene wurde am 7. April 1936 in Schlechtnau bei Todtnau geboren und wuchs dort auf. Nach dem Abitur am Freiburger Berthold-Gymnasium trat er 1955 in das Noviziat der Herz-Jesu-Priester ein und studierte an der Hochschule des Ordens Theologie. Am Osterfest 1962 empfing er das Sakrament der Priesterweihe.
Nach einem katechetischen Praxiseinsatz in Düsseldorf absolvierte er ein Aufbaustudium in Bonn und Heidelberg. Ende 1967 wechselte er in den Dienst der Erzdiözese Freiburg.
Nach Vikarsjahren in Meßkirch kam er am 20. Januar 1972 als Pfarrvikar nach Iffezheim. Am 1. September desselben Jahres wurde ihm die Leitung und Seelsorge der Pfarrei St. Birgitta übertragen. Von 1987 – 1989 und ab 2000 betreute er die Pfarrei St. Michael Wintersdorf mit, seit 2003 auch St. Ägidius Ottersdorf.
Seit 30 Jahren nahm er die Betreuung der gehörlosen Gläubigen in den Dekanaten Baden-Baden und Rastatt wahr. Nach seiner Zurruhesetzung als Leiter der Seelsorgeeinheit am 1. September 2010 blieb er in Iffezheim wohnen und durfte am Ostersonntag 2012 sein Goldenes Priesterjubiläum feiern.
Er übernahm bis zu seinem Tod regelmäßig Gottesdienste in der Seelsorgeeinheit.
 
In über 50 Jahren priesterlichen Wirkens setzte sich Pfarrer Asal dafür ein, dass die Frohe Botschaft die Herzen der Menschen erreicht und verändert. Hilfe für notleidende Menschen und Förderung des Nachwuchses in geistlichen Berufen waren ihm ein Herzensanliegen. Mit großer Dankbarkeit nehmen wir von ihm Abschied. Der auferstandene Herr möge ihm die Freude des ewigen Lebens schenken.
 
Für das Dekanat Rastatt: Josef Rösch, Dekan
Für die Angehörigen: Gertrud Baier (Haushälterin), Familie Wetzel
Für die Seelsorgeeinheit Iffezheim: Michael Dafferner, Pfarrer, Christoph Bosler
Für die Pfarrgemeinden: Christoph Göhler, Hedvika Sutter, Christiana Burster-Müller, Marco Borr
 
Der Rosenkranz wird am Samstag, den 30.11. um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Birgitta Iffezheim gebetet. Das Requiem mit anschließender Beisetzung findet  am Montag, den 2. Dezember um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Birgitta statt.
 
 
 
50. Priesterjubiläum von Pfr. Walfried Asal
50 Jahre Weggefährte: Goldenes Priesterjubiläum von Walfried Asal
von Stephan Koch
Die Geschichte der Emmaus-Jünger beim Evangelisten Lukas ist das Evangelium für den Ostermontag - in diesem Jahr war es besonders passend: Pfarrer Walfried Asal feierte mit einer großen Festgemeinde sein Goldenes Priesterjubiläum in der Pfarrkirche in Iffezheim, in der er seit nunmehr 40 Jahren Gottesdiensten vorsteht.
 
Am 6. April 1962 wurde Pfarrer Asal in Freiburg von Weihbischof Karl Gnädinger zum Priester geweiht. Damals war er noch Ordenspriester in der Herz-Jesu-Bruderschaft. Nach einigen Jahren des Studiums der Alten Sprachen wurde der Jubilar dann Diözesanpriester des Erzbistums Freiburg.
 
Vor 40 Jahren kam er nach einigen Zwischenstation dann nach Iffezheim, wo Walfried Asal bis zu seiner Pensionierung im September 2010 als Seelsorger wirkte und ganz im Sinne des Emmaus-Evangeliums viele Menschen begleitete.
 
Am Ostermontag 2012 durfte Pfarrer Asal nun in der Gemeinde, die ihm zur Heimat geworden ist, sein Goldenes Priesterjubiläum feiern. Den Festgottesdienst feierten viele Menschen mit, die einen Weg gemeinsam mit dem Jubilar gegangen sind. Für den feierlichen Rahmen sorgten die vielen Ministranten und der Kirchenchor.
 
Mit am Altar standen als Konzelebranten priesterliche Weggefährten Walfried Asals: Pfr. Dafferner (Iffezheim), Pfr. i.R. Schneider (Iffezheim), Pfr. i.R. Kilian (Rastatt), P. Wurz (Rastatt), die Herz-Jesu-Priester P. Hemken und P. Rombach, die Diakone Oesterle und Krämer und der Festprediger, Religionslehrer Pfr. Reuss (Rotenfels).
Jürgen Reuss legte in seiner eindrucksvollen Predigt das Tagesevangelium auf die Kirche und den priesterlichen Dienst hin aus: Die Kirche muss, wie die beiden Jünger, mit Christus unterwegs sein, um sich treu zu bleiben.

Zur Kirche, das lehrt die Emmaus-Geschichte auch, gehört aber wesentlich die Eucharistie, und damit das Priesteramt. Der Priester seinerseits hat Weggefährte und Wegweiser zu sein. Er "muss darauf achten, dass sich die Kirche nicht gemütlich am Wegesrand einrichtet, aber auch darauf, dass sie keine Irrwege geht".
Auch dass Pfr. Asal zu jener Generation Priester gehört, die die Neuerungen des Zweiten Vatikanischen Konzils umsetzten, würdigte Reuss.
 
Den Pfarrer in Ruhestand, der vielen Menschen Begleiter war, beneidete Reuss darum, dass er nun nicht mehr so viel reden müsse.  Er könne seine Worte nun noch mehr an Gott richten, als sich zu aktuellen Fragen äußern zu müssen.
 
Pfr. Asal dankte in der Einführung wie auch in der Ansprache im Anschluss an den Gottesdienst den vielen Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet und in seinem Dienst unterstützt haben: Den vielen Ehrenamtlichen in der Pfarrei, den Menschen in Iffezheim, und auch seiner langjährigen Haushälterin Getrud Baier, die ihm "immer den Rücken freigehalten hat".
 
Im Anschluss brachten verschiedene Gruppen und Vertreter ihren Dank zum Ausdruck, umrahmt von musikalischen Beiträgen der Parforcehorn-Bläser Iffezheim und des Männergesangvereins Iffezheim.
Der Leiter der Seelsorgeeinheit Iffezheim, Michael Dafferner, gratulierte auch im Namen von Dekan Siegel dem Jubilar.

Die Vorsitzenden des Iffezheimer Pfarrgemeinderats Christoph Göhler und Christoph Bosler überreichten Pfr. Asal im Namen der Pfarrgemeinde ein Bild, von den Ministranten bekam der Fußball-Fan und SC-Freiburg-Anhänger ein Fußballtrikot. Bürgermeister Peter Werler und Vereinssprecher Peter Banzhaf sagten im Namen der politischen Gemeinde und der Iffezheimer Vereine Dank.
 
Ein Empfang auf dem Kirchplatz und im Kolpinghaus gab vielen Iffezheimern und auswärtigen Gästen Gelegenheit, dem Jubilar persönlich zu gratulieren - oder bei einem Gläschen Sekt einfach zu feiern.
 
Von persönlichen Geschenken hatte Pfarrer Asal im Vorfeld gebeten, abzusehen. Stattdessen bat er um einen Beitrag zur Emmaus-Stiftung, die er und Gertrud Baier gemeinsam mit den Herz-Jesu-Priestern errichtet haben. Sie hat zum Ziel, die Priesterausbildung in Afrika und Südost-Asien zu fördern und mittellose Menschen in den osteuropäischen Missionsgebieten der Herz-Jesu-Priester zu unterstützen.
 
 
Ehrwürdige Schwestern die in unserer Pfarrgemeinde gewirkt haben
 
Sr. Disma, Krankenschwester
Sr. Alwara, Erzieherin und Haushaltsschwester
Sr. Esperanza, Krankenschwester
Sr. Persis, Kinderschwester
Sr. Fabrizia, Krankenschwester
Sr. Siegfriede, Kinderschwester