Marienmonat Mai

 
Marienmonat Mai
 
Der Mai gilt kirchlich traditionell als "Marienmonat". Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität zugleich als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden und etwa als "Maienkönigin" verehrt. Wie sehr Maria mit dem Frühling verbunden wird, zeigt sich unter anderem in dem Umstand, dass auf der südlichen Halbkugel der Marienmonat nicht im Mai, sondern im November, dem dortigen Frühling gefeiert wird. Maria steht am Beginn des Heilswerkes Gottes und symbolisiert somit den "Frühling des Heils".
 
Im Zentrum der Marienfrömmigkeit steht u.a. die Demut, lateinisch "humilitas", die in enger Verbindung mit "humus" - Erde - steht. Sie wird so zum Sinnbild einer "Frau des Volkes" und ist den Gläubigen in besondere Weise nahe, indem in ihr Göttliches und Menschliches verschmelzen.
 
 
 
 
 
 
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen
 
 
Herkunft und Bedeutung
Herkunft und Bedeutung
Seit dem Mittelalter hat die Kirche versucht, heidnische Maifeste in christliche Feierlichkeiten umzuwandeln. Aus diesem Grund wurde vermutlich der Mai zum Marienmonat umgedeutet: So sollte der schönste Monat des Jahres auch der »schönsten aller Frauen«, nämlich Maria, der Mutter Gottes, geweiht sein.
Aus dem farbenfrohen Aufblühen der Natur in dieser Zeit ergibt sich die Mariensymbolik des Monats Mai. Maria als Gottesmutter wird in der katholischen Spiritualität auch als erste und schönste Blüte der Erlösung, als »Frühling des Heils«, verehrt.
 
Unter deinem Schutz und Schirm
Unter deinem Schutz und Schirm - Maria als Schutzpatronin
 
Seit Jahrhunderten stellen sich einzelne Gläubige, Orden und geistliche Gemeinschaften, Bistümer wie die Erzdiözese Freiburg, aber auch Städte oder Länder unter den Schutz der Gottesmutter. Schon in der Antike wurde Maria als Patronin verehrt. So spricht das älteste überlieferte Mariengebet, dessen Textkern in das 3./4. Jh. zurückreicht, die Gottesmutter als Schutzherrin an:
 
Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin;
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.
O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin,
unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns deinem Sohne vor.
 
 
Mariengebete
 
Maria breit den Mantel aus,
mach Schirm und Schild für uns daraus,
lass uns darunter sicher stehn,
bis alle Stürm vorüber gehn.
Patronin voller Güte
uns alle Zeit behüte
 
Dein Mantel ist sehr weit und breit,
er deckt die ganze Christenheit,
er deckt die weite, weite Welt,
ist aller Zuflucht und Gezelt.
Patronin voller Güte
uns alle Zeit behüte
 
Oh Mutter der Barmherzigkeit
den Mantel über uns ausbreit,
uns all darunter wohl bewahr
zu jeder Zeit in aller G'fahr
Patronin voller Güte
uns alle Zeit behüte
 
 
Segne du Maria, segne mich dein Kind
 
 
Jungfrau Mutter Gottes mein
 
Jungfrau Mutter Gottes mein,
Lass mich ganz dein eigen sein;
Dein im Leben, dein im Tod;
Dein in Unglück, Angst und Not;
Dein in Kreuz und bittren Leid:
Dein für Zeit und Ewigkeit.
Jungfrau Mutter Gottes mein,
Lass mich ganz dein eigen sein.
 
Mutter, auf dich hoff und baue ich;
Mutter, zu dir ruf und seufze ich:
Mutter, du gütigste, steh mir bei;
Mutter, du mächtigste, Schutz mir leih.
O Mutter, so komm, hilf beten mir!
O Mutter, so komm, hilf streitne mir!
O Mutter, so komm, hilf leiden mir!
O Mutter, so komm, und bleib bei mir!
 
Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste!
Du willst mir ja helfen, o Gütigste!
Du musst mir nun helfen, o Treueste!
Du wirst mir auch helfen, Barmherzigste!
O Mutter der Gnade, der Christen Hort.
Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port,
Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier,
Du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier.
 
Wer hat je umsonst deine hilf angefleht,
Wann hast du vergessen ein kindlich Gebet?
Drum ruf ich beharrlich in Kreuz und in Leid:
Maria hilft immer, sie hilft alleszeit.
Ich ruf voll Vertrauen in Leiden und Tod:
Maria hilft immer, in jeglicher Not.
So glaub ich und lebe und sterbe darauf,
Maria hilft mir in den Himmel hinauf.
 
Jungfrau Mutter Gottes mein,
Lass mich ganz dein eigen sein.