" Die Grundgebete des Glaubens "

 
Das Kreuzzeichen
Wir machen es wie selbstverständlich zum Gebet und zu anderen Anlässen: Das Kreuzzeichen. Doch woher kommt dieses Symbol?
    Beim  Kreuzzeichen sprechen wir  "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen"
    Im Namen des Vaters  und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
     
    Das Apostolische Glaubensbekenntnis
    Das Glaubensbekenntnis ist mehr als das sprichwörtliche Amen in der Kirche. Es ist Ausdruck des gemeinsamen Glaubens der Christen. Das Gebet eint den Glauben.
    Wer das Glaubensbekenntnis spricht und daran glaubt, ist Christ und somit Glied der Kirche, sagt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick über das Credo. In seinem Beitrag erklärt er, wie es entstanden ist und welche Aussagen damit verbunden sind.
    Es ist das Gebet, das unseren Glauben zusammenfasst. Wer das "Credo" spricht, bekennt sich feierlich zu den Inhalten. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick möchte Anregungen geben, das Glaubensbekenntnis besser zu verstehen, bewusster zu sprechen und inniger zu beten. In seinem Beitrag erklärt er die Entstehung und Bedeutung des Glaubensbekenntnisses:
    Das Apostolische Glaubensbekenntnis
    Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
    den Schöpfer des Himmels und der Erde,
    und an Jesus Christus,
    seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
    empfangen durch den Heiligen Geist,
    geboren von der Jungfrau Maria,
    gelitten unter Pontius Pilatus,
    gekreuzigt, gestorben und begraben,
    hinabgestiegen in das Reich des Todes,
    am dritten Tage auferstanden von den Toten,
    aufgefahren in den Himmel;
    er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
    von dort wird er kommen,
    zu richten die Lebenden und die Toten.
    Ich glaube an den Heiligen Geist,
    die heilige katholische Kirche,
    Gemeinschaft der Heiligen,
    Vergebung der Sünden,
    Auferstehung der Toten
    und das ewige Leben.
    Amen.
     
    10 Tipps für ein gutes Gebet
     
    Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Gebet?
    Was soll ich dabei sagen?
    Und was sollte ich beim Beten auf gar keinen Fall tun?
     
    Viele Gläubige tun sich mit dem persönlichen Gebet schwer, gerade wenn sie keine Übung darin haben.
     
    Katholisch.de                    gibt Ihnen zehn Hinweise, wie es sich besser betet.
     
     
    Die Macht des Gebetes
     
    Gebet ist das einzige Mittel,
    um Ordnung, Frieden und Ruhe
    in unser tägliches Handeln zu bringen.
    Beginne darum deinen Tag mit Gebet
    und lege soviel Inbrunst hinein,
    dass die Wirkung in dir
    bis zum Abend anhält.
    Beschließ den Tag mit Gebet,
    damit du eine friedvolle Nacht hast,
    frei von Träumen und  Alpdrücken.
    Das Gebet schenkt uns einen Frieden,
    eine Kraft und einen Trost,
    wie nichts anderes sie geben kann.
    Doch muss es von Herzen kommen.
     
    Mahatma Gandhi 1869-1948
     
    Benedikt von Nursia, um 480-547
     
    Treuer, heiliger Gott und Vater!
    Verleihe mir Vernunft, 
    dich zu erkennen,
    Gefühl, dich zu spüren,
    Geist, dich zu verstehen.
    Gib mir Eifer, dich zu suchen,
    Weisheit, dich zu finden,
    Verlangen, dich zu lieben.
     
    Schenke mir ein Herz,
    das über dich nachdenkt,
    und Taten, die dich groß machen.
    Gib mir Augen, dich zu sehen,
    Ohren, dich zu hören,
    eine Zunge, dich zu verkündigen.
     
    Gewähre mir Geduld,
    auf dich zu warten,
    deine heilige Gegenwart,
    ein seliges Ende
    und das ewige Leben.
     
     
    Ricarda Huch, 1864-1967
     
    Ich glaube, Vater im Himmel,
    dass du nahe bei mir bist.
    Du erkennst mich und sprichst zu mir.
    Ich glaube, dass du mir zugewandt bist mit deinem Angesicht.

    Dir muss ich mich zuwenden,
    wenn ich mich selbst finden will.
    Denn ich bin nur,
    was ich in deinen Augen bin.
    Ich kenne das Geheimnis nicht,
    das in mir ist,
    bis du es offenbarst im Schein deines Angesichts.

    Alles spiegelt sich in dir.
    Was in dieser Welt wahr ist, ist es,
    weil du die Wahrheit bist.
    Was in dieser Welt Leben hat, lebt,
    weil du das Leben bist.
    Was in dieser Welt schön ist,
    ist es durch dich, ewige Schönheit.

    Wenn ich glücklich bin, dann,
    weil du ja sagst zu mir.
     
     
    Benedictus

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!*
    Denn er hat Sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen.
     
    Er hat uns einen starken Retter erweckt*
    im Hause Seines Knechtes David.
     
    So hat Er verheißen von alters her*
    durch den Mund Seiner heiligen Propheten.
     
    Er hat uns errettet vor unseren Feinden*
    und aus der Hand aller, die uns hassen.
     
    Er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an Seinen heiligen Bund gedacht,*
    an den Eid, den Er unserem Vater Abraham geschworen hat.
     
    Er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    Ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit*
    vor Seinem Angesicht all unsere Tage.
     
    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen, /
    denn du wirst dem Herrn vorangehen*
    und Ihm den Weg bereiten.
     
    Du wirst Sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken*
    in der Vergebung seiner Sünden.
     
    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes*
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes*
    und unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.
     
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn*
    und dem Heiligen Geist.
     
    Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit*
    und in Ewigkeit.
     
    Amen.
    Lk 1,68-79
     
    (Das Benedictus („gepriesen, gesegnet“, von lateinisch benedicere), auch Lobgesang des Zacharias, ist ein nach seinem lateinischen Anfangswort benannter Text des Neuen Testaments und der Liturgie. Es ist eines der Cantica aus dem Lukasevangelium (Lk 1,68–79 EU) und Bestandteil der Laudes des Stundengebets.)
     
     
    Alfons Maria von Liguori, 1696 - 1787
     
    Um Bestand zu haben, braucht unser Lebenshaus zwei Dinge:
    ein Fundament und ein gutes Dach.
     
    Das Fundament ist für uns die Demut,
    die anerkennt, dass wir aus uns nichts können und haben,
    sondern alles aus Gott.
     
    Das Dach ist der Schutz Gottes,
    auf den allein wir unser ganzes Vertrauen setzen können.
     
     
     
    Bernhard von Clairvaux 1090-1153
     
    Die Engel
    sind da,
    und zwar an deiner Seite;
    sie sind nicht nur mit dir,
    sondern auch für dich da.
    Sie sind zugegen,
    um dich zu beschützen,
    sie sind zugegen,
    um dir zu nutzen.
     
     
     
    Gebet - Beten
    Was ist ein Gebet?
    Wie bete ich?
    Welchen Wortlaut sollte ein Gebet haben?
     
     
    Das Gebet - Ein Ausdruck der Gottesverehrung
    Das Gebet ist Ausdruck der Gottesverehrung und damit ein Grundelement aller Religionen. Nach christlichem Verständnis darf sich der Betende in jeder Situation seines Lebens mit seinen Anliegen an Gott wenden. Möglich macht das der Glaube an einen persönlichen Gott, der allgegenwärtig und stets für den Menschen ansprechbar ist. Der Akt des Betens als persönlich oder auch gemeinschaftlich vorgetragenes Gebet unterscheidet sich ...  weiter ...
     
     
    Das Vaterunser
     
    Das Vaterunser ist das im Christentum am weitesten verbreitete Gebet, das Jesus Christus seine Jünger selbst gelehrt hat. Es ist das meist gesprochene Gebet der Christen in aller Welt. Sehr viel Substanz steckt in diesem Gebet. Die folgende Betrachtung erklärt nicht nur die Bedeutung des Vaterunser, sondern soll auch zum Nachdenken und Meditieren anregen.   weiter ...
     
    Vater unser im Himmel,
    geheiligt werde dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe,
    wie im Himmel so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn dein ist das Reich und die Kraft
    und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
    Amen.
     
    Angelus / Engel des Herrn
     
     
    Angelus
    V: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
    A: und sie empfing vom Heiligen Geist.
    V: Gegrüßet seist Du, Maria…
    A: Heilige Maria, Mutter Gottes…
     
    V: Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn,
    A: mir geschehe nach Deinem Wort.
    V: Gegrüßet seist Du, Maria…
    A: Heilige Maria, Mutter Gottes…
     
    V: Und das Wort ist Fleisch geworden
    A: und hat unter uns gewohnt.
    V: Gegrüßet seist Du, Maria…
    A: Heilige Maria, Mutter Gottes…
     
    V: Bitte für uns, heilige Gottesmutter:
    A: auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.
     
    V: Lasset uns beten. – Allmächtiger Gott, gieße Deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, Deines Sohnes, erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
     
    V: Herr, gib allen Verstorbenen die ewige Ruhe.
    A: Und das ewige Licht leuchte ihnen.
    V: Herr, lass sie ruhen in Frieden.
    A: Amen.
     
     
    Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945
    Von guten Mächten treu und still umgeben
    behütet und getröstet wunderbar, -
    so will ich diese Tage mit euch leben
    und mit euch gehen in ein neues Jahr;
    noch will das alte unsre Herzen quälen,
    noch drückt uns böser Tage schwere Last,
    Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
    das Heil, für das Du uns geschaffen hast.
     

    Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern,
    des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
    so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
    aus Deiner guten und geliebten Hand.

    Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
    an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
    dann woll'n wir des Vergangenen gedenken,
    und dann gehört Dir unser Leben ganz.

    Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
    die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
    führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen!
    Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

    Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
    so lass uns hören jenen vollen Klang
    der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
    all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

    Von guten Mächten wunderbar geborgen
    erwarten wir getrost, was kommen mag.
    Gott ist bei uns am Abend und am Morgen,
    und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
     
     
    Elmar Gruber, 1931-2011
     
    Jemanden Brauchen
     
    Ich brauche jemand, 
    der kommt,
    der mich hört und sieht,
    der sich zu mir neigt,
    der mich berührt.
     
    Ich brauche jemand,
    der mich zum Stehen bringt,
    der mich bestätigt.
     
    Ich brauche jemand, 
    der sich zu mir (hin)stellt,
    der zu mir steht,
    der bei mir stehen bleibt.
     
    Ich brauche jemand,
    der steht,
    damit ich stehen kann.
     
     
    Papst Franziskus *1936
     
     
    Ich lade jeden Christen ein,
     
    gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern und zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen.
    Es gibt keinen Grund, weshalb jemand meinen könnte, diese Einladung gelte nicht ihm.
    Mit einem Feingefühl der Liebe, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt Er uns, das Haupt zu erheben.
    Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu. Geben wir uns niemals geschlagen, was auch immer geschehen mag.
    Nichts soll stärker sein als Sein Leben, das uns vorantreibt. 
     
     
    Sonnengesang des Hl. Franz von Assisi

    Höchster, allmächtiger, guter Herr,
    dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
    Dir allein, Höchster, gebühren sie,
    und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

    Gelobt seist du, mein Herr,
    mit allen deinen Geschöpfen,
    zumal dem Herrn Bruder Sonne,

    welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest.
    Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz: Von dir, Höchster, ein Sinnbild.

    Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne;
    am Himmel hast du sie gebildet, klar und kostbar und schön.

    Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
    und heiteres und jegliches Wetter, durch das du deinen Geschöpfen Unterhalt gibst.

    Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser, gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

    Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Feuer, durch das du die Nacht erleuchtest; und schön ist es und fröhlich und kraftvoll und stark.

    Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde,
    die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt
    und bunte Blumen und Kräuter.

    Gelobt seist du, mein Herr, durch jene, die verzeihen
    um deiner Liebe willen und Krankheit ertragen und Drangsal.
    Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
    denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt.

    Gelobt seist du, mein Herr,
    durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
    ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
    Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben.
    Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.
    Lobt und preist meinen Herrn
    und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut.

    Amen.
     
    Morgengebet

    Im Namen des Vaters
    und des Sohnes
    und des Heiligen Geistes
    ich gebe mich 
    in die Macht des Vaters
    in die Weisheit des Sohnes
    in die Güte des Heiligen Geistes
    ich schenke mich dir Gott
    auch für den heutigen Tag
    sei du mir 
    Geborgenheit und Schutz
    denn dein Sohn
    hat unser aller Kreuz getragen.
     
     
    Das Ave Maria
    Gegrüßet seist du, Maria
    "Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen"
     
    Mit diesen Worten kündigt der Erzengel Gabriel Maria die Geburt ihres Sohnes an. Maria erschrickt: Wie soll dies möglich sein? Sie war doch noch nicht mit ihrem Verlobten Josef intim? Gott aber spricht durch seinen Engel: Du musst dich nicht fürchten, ...     weiter ...
     
    Mariengebet
     
    Unter deinen Schutz und Schirm
    fliehen wir, o heilige Gottesmutter,
    verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
    sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.
    O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
    unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin,
    versöhne uns mit deinem Sohne,
    empfiehl uns deinem Sohne,
    stelle uns vor deinem Sohne.
     
    Magnifikat

    Meine Seele preist die Größe des Herrn,
     
    und mein Geist jubelt
    über Gott, meinen Retter.
    Denn auf die Niedrigkeit
    seiner Magd hat er geschaut.
    Siehe, von nun an preisen mich selig
    alle Geschlechter!
     
    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
    und sein Name ist heilig.
    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
    über alle, die ihn fürchten.
    Er vollbringt mit seinem Arm
    machtvolle Taten:
    Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
    er stürzt die Mächtigen vom Thron
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehn.
    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
    und denkt an sein Erbarmen,
    das er unsern Vätern verheißen hat,
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn
    und dem Heiligen Geist.
    Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit
    und in Ewigkeit. Amen.
     
     
    Anton Rotzetter, 1939-2016
    Deine Liebe, Gott
     
    Wie munteres Vogelgezwitscher am Morgen
    ist Deine Liebe, Gott
     
    Wie Kirchenglocken am Sonntag
    ist Deine Liebe, Gott
     
    Wie frisches Wasser an einem heißen Tag
    ist Deine Liebe, Gott
     
    Wie ein Brief in einsamer Stunde
    ist Deine Liebe, Gott
     
    Wie eine Zarte Hand nach schwerer Arbeit
    ist Deine Liebe, Gott
     
    Anton Rotzetter, 1939-2016
     
     
     
    Edith Stein, 1891-1942
     
    Lass blind mich, Herr,
    die Wege gehen,
    die deine sind.
    Will deine Führung
    nicht verstehen,
    bin ja dein Kind.
    Bist, Vater der Weisheit,
    auch Vater mir.
    Führst durch Nacht mich auch,
    führst doch zu dir!
     
             ♦
     
    Das Wesen der Liebe besteht in der Hingabe. 
     
     
    Charles de Foucauld, 1858-1916
     
    Wenn unsere Seele ganz leer geworden ist, dann gibt sich Gott uns ganz, dann erfüllt er uns, dann vereint er sich mit uns. Dafür sind wir Menschen alle geschaffen.
     
    Francois Fénelon und Friedrich v. Hardenberg (Novallis)
     
    Wer wirklich betet,
    kann erfahren,
    dass Gott spricht - und
    dass er oft anders spricht,
    als wir es wünschen und erwarten.
     
    Francois Fénelon 1651-1715
     
        ♦   ♦    ♦
     
     
    Unser ganzes Leben ist Gottesdienst.
     
    Novalis (Friedrich von Hardenberg), 1772-1801
     
     
    Augustinus von Hippo, Bischof, 354-430
     
    Ich schaue zum Himmel hinauf,
    zur Schönheit der Sterne;
    ich bewundere 
    die Strahlen der Sonne,
    die genügt für das Säen am Tag,
    und den Mond,
    der uns tröstet bei Nacht.
    Herrlich ist dies alles,
    zu preisen ist es.
    Ich bewundere und lobe es,
    aber ich dürste nach dem,
    der dies alles gemacht hat.
     
     
     
    Text von einem Zettel in der Kathedrale Notre Dame von Le Puy-en-Velay
     
    Geh: Es gibt fürs Pilgern kein besseres Fortbewegungsmittel als das Gehen. Nur Gehen! Darum geht es.

    Geh langsam: Setz dich nicht unter unnötigen sportlichen Leistungsdruck. Du kommst doch immer nur bei dir selber an.

    Geh leicht: Reduziere dein Gepäck auf das Nötigste. Es ist ein gutes Gefühl, mit wenig auszukommen.

    Geh einfach: Einfachheit begünstigt spirituelle Erfahrungen, ja, sie ist sogar die Voraussetzung dafür.

    Geh alleine: Du kannst besser in dich gehen und offener auf andere zugehen.

    Geh lange: Auf die Schnelle wirst du nichts kapieren. Du musst tage-, wochenlang unterwegs sein, bis du dem Pilgerweg allmählich auf die Spur kommst.

    Geh achtsam: Wenn du bewusst gehst, lernst du den Weg so anzunehmen, wie er ist. Dies zu begreifen, ist ein wichtiger Lernprozess und braucht seine Zeit.

    Geh dankbar: Alles – auch das Mühsame – hat seinen tiefen Sinn. Vielleicht erkennst du diesen erst später.

    Geh weiter: Auch wenn Krisen dich an deinem wunden Punkt treffen, geh weiter. Vertraue darauf: Es geht, wenn man geht.

    Geh mit Gott: Es pilgert sich leichter, wenn du im Namen Gottes gehst. Wenn Gott für dich in weite Ferne gerückt ist, könnten dir die Geh-Bote 1 bis 9 helfen, das Göttliche in dir wieder zu entdecken.
     
     
    Ökumenisches Friedensgebet
     
    In Zeiten wie diesen kann es helfen, einmal ein wenig innezuhalten. Vielen Menschen spendet auch das Beten ein wenig Trost und gibt ihnen Hoffnung in ausweglos erscheinenden Situationen. Auch wir beten in Zeiten wie diesen, insbesondere für die Menschen in der Ukraine!
     
    Gütiger Gott, wir sehnen uns danach, miteinander in Frieden zu leben.
     
    Wenn Egoismus und Ungerechtigkeit überhandnehmen, wenn Gewalt zwischen Menschen ausbricht, wenn Versöhnung nicht möglich erscheint, bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.
     
    Wenn Unterschiede in Sprache, Kultur oder Glauben uns vergessen lassen, dass wir deine Geschöpfe sind und dass du uns die Schöpfung als gemeinsame Heimat anvertraut hast, bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.
     
    Wenn Menschen gegen Menschen ausgespielt werden, wenn Macht ausgenutzt wird, um andere auszubeuten, wenn Tatsachen verdreht werden, um andere zu täuschen, bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.
     
    Lehre uns, gerecht und fürsorglich miteinander umzugehen und der Korruption zu widerstehen. Schenke uns mutige Frauen und Männer, die die Wunden heilen, die Hass und Gewalt an Leib und Seele hinterlassen.
     
    Lass uns die richtigen Worte, Gesten und Mittel finden, um den Frieden zu fördern. In welcher Sprache wir dich auch als „Fürst des Friedens“ bekennen, lass unsere Stimmen laut vernehmbar sein gegen Gewalt und gegen Unrecht. AMEN.