Pfingsten

 
Heute: Pfingsten
 
 
Pfingsten ist für Christen das Fest des Heiligen Geistes und gilt als Geburtsfest der Kirche. Es markiert das Ende der 50-tägigen Osterzeit.
Das Wort Pfingsten leitet sich ab von „Pentekoste“, dem griechischen Begriff für „fünfzig“. Die Bibel versteht den Heiligen Geist als schöpferische Macht allen Lebens. Er ist nach kirchlicher Lehre in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu Christi lebendig zu erhalten.
Die Apostelgeschichte berichtet, wie die ...
 
 
 
Pfingstmontag
 
Der Pfingstsonntag ist der 50. Tag der Osterzeit, also 49 Tage nach dem Ostersonntag. 2022 feiern Christen am 5. und 6. Juni Pfingsten. Der Pfingstmontag ist ein bundesweiter Feiertag.
 
Der Geist des Herrn erfüllt das All
 
Tübingen ‐  Keine andere Person ist mit ihren Liedtexten so oft im Gotteslob vertreten wie Maria-Luise Thurmair. Eines ihrer bekanntesten Lieder ist "Der Geist des Herrn erfüllt das All" – für die Theologin Theresa Seitz eine pfingstliche Hymne der Hoffnung weit über ihren Entstehungskontext hinaus. 
 
 
GL 347: Der Geist des Herrn erfüllt das All
 
Der Geist des Herrn erfüllt das All
mit Sturm und Feuersgluten;
er krönt mit Jubel Berg und Tal,
er lässt die Wasser fluten.
Ganz überströmt von Glanz und Licht,
erhebt die Schöpfung ihr Gesicht,
frohlockend: Halleluja.
 
 
 
Der Geist des Herrn erweckt den Geist
in Sehern und Propheten,
der das Erbarmen Gottes weist
und Heil in tiefsten Nöten.
Seht, aus der Nacht Verheißung blüht;
die Hoffnung hebt sich wie ein Lied
und jubelt: Halleluja.
 
 
 
Der Geist des Herrn treibt Gottes Sohn,
die Erde zu erlösen;
er stirbt, erhöht am Kreuzesthron,
und bricht die Macht des Bösen.
Als Sieger fährt er jauchzend heim
und ruft den Geist, dass jeder Keim
aufbreche: Halleluja.
 
 
 
Der Geist des Herrn durchweht die Welt
gewaltig und unbändig;
wohin sein Feueratem fällt,
wird Gottes Reich lebendig.
Da schreitet Christus durch die Zeit
in seiner Kirche Pilgerkleid,
Gott lobend: Halleluja.
 
 
 
Pfingstevangelium in badischen Dialekt von Bischof Dr. Michael Gerber
Bischof Dr. Michael Gerber, Landesbischof von Fulda, stammt aus Oberkirch.
Er liest die Pfingstgeschichte im badischen Dialekt.
 
 
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Nun bitten wir den Heiligen Geist
Pfingstlied
 
1. Nun bitten wir den Heiligen Geist
um den rechten Glauben allermeist,
daß Er uns behüte an unserm Ende,
wenn wir heimfahr'n aus diesem Elende.
Kyrieleis.

2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,
lehr uns Jesum Christ kennen allein,
daß wir an Ihm bleiben, dem treuen Heiland,
der uns bracht hat zum rechten Vaterland.
Kyrieleis.

3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst,
laß uns empfinden der Liebe Brunst,
daß wir uns von Herzen einander lieben
und im Frieden auf einem Sinn bleiben.
Kyrieleis.

4. Du höchster Tröster in aller Not,
hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod,
daß in uns die Sinne nicht gar verzagen,
wenn der Feind wird das Leben verklagen.
Kyrieleis.
 
(Pfingstlied, Autor: Martin Luther (1483 - 1546))
 
 
Pfingsten - Lesung und Evangelium 5./6. Juni 2022
Lesung aus der Apostelgeschichte

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
 
Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
 
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamíter, Bewohner von Mesopotámien, Judäa und Kappadókien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrýgien und Pamphýlien, von Ägypten und dem Gebiet Líbyens nach Kyréne hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselýten, Kreter und Áraber – wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.
 
Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten? Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken.
 
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Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
 
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.
Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen
anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll,
 
den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann,
weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.
Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten;
 
mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen
und bei ihm Wohnung nehmen.
Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht.
Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir,
 
sondern vom Vater, der mich gesandt hat.
Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin.
Der Beistand aber, der Heilige Geist,
den der Vater in meinem Namen senden wird,
 
der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern,
was ich euch gesagt habe.