Kreuz - Kreuzzeichen - Labyrinth - Musik - Rosenkranz

 
Kreuz - Ein Zeichen der Provokation – und so vieles mehr
Das Symbol des Kreuzes  --  Herkunft – Verbreitung – Bedeutung
Ursprung
Eines der ältesten und zugleich wichtigsten Symbole der Menschheit ist das Kreuz. Anhand von archäologischen Funden ist bekannt, dass das Kreuz schon bei den Menschen in der Steinzeit als Zeichen für eine Art »Weltformel« Verwendung fand.
In fast allen Kulturen kommt das Symbol des Kreuzes in verschiedensten Variationen und Ausfaltungen vor, sei es als Ankh-Kreuz (Symbol der Unsterblichkeit) bei den alten Ägyptern oder als keltisches Kreuz bei dem gleichnamigen Volksstamm. ...
 
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Über ein vielseitiges Symbol
Das Kreuz: ein Zeichen der Provokation – und so vieles mehr
 
Jerusalem  ‐  Am Kreuz in ihrem Zimmer läuft Schwester Gabriela oft achtlos vorbei. Und doch ist es zum Kostbarsten in diesem Raum geworden. Es steht für Hoffnung – ist aber ursprünglich ein Hinrichtungsinstrument. Kann so ein Kreuz schön sein?
 
In meinem Zimmer habe ich ein Kreuz. Es steht in Augenhöhe auf einem Regal, angelehnt an die Wand. Mehrmals am Tag gehe ich achtlos daran vorbei, viel zu selten schaue ich es ganz bewusst an; mal bittend, mal hoffend, mal verzweifelt, mal dankbar, mal überglücklich. Es ist ein schillerndes Kreuz, etwa 20 cm hoch, gestaltet mit Mosaiksteinen aus Baumaterial in Braun- und Goldtönen. Ich habe es von jemandem geschenkt bekommen, der es beim Aufräumen gefunden hatte und es nicht einfach wegwerfen wollte.
 
 
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Ein schweres Stück Holz zu verleihen
Jeder hat sein Kreuz zu tragen: Wie wir Trost finden können
 
Jerusalem ‐ Den Leidensweg Jesu nachgehen: Das tut man bei Kreuzwegen. Manchmal beschweren wir uns, welche Lasten wir zu tragen haben. Schwester Gabriela Zinkl beschriebt ihre Beobachtungen aus Jerusalem – und sieht Möglichkeiten, Trost zu finden.
 
So langsam laufen die Geschäfte wieder an bei Mazen Kanaan, dem Kreuz-Verleiher in Jerusalem. Kreuz-Verleiher? Ja, man kann ihn tatsächlich so nennen. Schon sein Großvater hat in der Jerusalemer Altstadt kleine und große Holzkreuze zum Ausleihen gegen eine freiwillige Spende angeboten. Mazen führt das bis heute fort, auch wenn in der Zeit der Pandemie fast keine Gäste ins Heilige Land einreisen konnten und die Nachfrage nach seinen Kreuzen gleich null war. Doch jetzt in der Fastenzeit und vor den Kar- und Ostertagen steigt das Interesse daran wieder, die Grenzen sind offen, erste Gästegruppen trauen sich wieder ins Heilige Land. Mazen hält für sie fast 100 Kreuze bereit, die man für eine halbe Stunde oder länger ausleihen kann; sie sind zwischen ein bis drei Meter hoch, meistens gefertigt aus Orangenbaumholz, einige wenige von Olivenbäumen.  ...
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Das Kreuzzeichen: Segen und Tauferinnerung
„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Im Taufbefehl Jesu taucht diese Formulierung zum ersten Mal auf. Heute verbinden wir sie vor allem mit dem Kreuzzeichen.
 
Das Kreuzzeichen galt früher früher als Schutzzeichen. © KNA
Vermutlich gehört nichts so sehr zum Leben eines Katholiken wie das Kreuzzeichen. Am Anfang und Ende jedes Gottesdienstes bekreuzigen wir uns, viele tun es am Anfang und am Ende jedes Tages, jedes Gebet beginnt so und auch, wenn wir im Urlaub eine Kirche nur besichtigen, tauchen wir zunächst den Finger ins Weihwasserbecken und bekreuzigen uns.

Das, was uns so selbstverständlich von der Hand geht, ist ganz so selbstverständlich nicht. Weder Petrus noch Paulus haben sich bekreuzigt, an keiner einzigen Stelle des Neuen Testaments ist diese Geste bezeugt. Nur die Worte, die wir heute dabei sprechen, die stammen aus dem Munde Jesu, jedenfalls bei Matthäus: „Geht, und tauft alle Völker auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Die Worte sind also ursprünglich die Taufformel; das Taufzeichen ist das Übergießen mit Wasser, nicht das Kreuz. Das Kreuz, davon geben die neutestamentlichen Briefe Zeugnis, war zunächst das Schandmal; erst nach und nach wurde es als Siegeszeichen umgedeutet.
 
 
Das Kreuzzeichen
 
Pater Philipp Meyer von der Benediktinerabtei Maria Laach erklärt das Kreuzzeichen und seine Bedeutung.

Das Kreuzzeichen ist ein alter christlicher Ritus. Schon die ersten Christen zeichneten mit dem Zeigefinger oder Daumen der rechten Hand ein Kreuz auf die Stirn. Viele Eltern tun das auch bei ihren Kindern, bevor diese morgens das Haus verlassen. Sie möchten ihre Liebsten damit unter den Segen Gottes stellen. Neben diesem kleinen Kreuzzeichen war bald auch das große üblich, bei dem die ausgestreckten Finger der rechten Hand von der Stirn zur Brust und von der linken zur rechten Schulter geführt werden.
 
 
Kreuzzeichen beim Evangelium
 
Bei der Verkündigung des Evangeliums zeichnen wir mit dem Daumen ein Kreuzzeichen  auf unsere Stirn, den Mund und unsere Brust. Gleichzeitig sprechen wir "Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist."
 
Dabei bitten wir
 
 
- bei der Stirn ... "Herr öffne meine Gedanken"
 
- bei dem Mund ... "Herr öffne meinen Mund"
 
- bei der Brust ... "Herr öffne mein  Herz"
 
 
Labyrinth
 
Rasenlabyrinth in der Burgruine Reichenfels
 
 
 
 
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Symbol mit spiritueller Bedeutung
Das Labyrinth als Symbol im Christentum

Im christlichen Kontext lässt sich das Symbol des Labyrinths als Weg zur Einkehr deuten, auf dem der Mensch sein Leben bedenken kann. Wer sich selbst, den Sinn des Lebens und Gott erfahren will, der muss auch bereit sein, diesen Weg mit all seinen Kehren und seiner ihm nicht bekannten Länge zu beschreiten. Die vielen Bögen und Wendungen lassen sich als Spiegel der eigenen Lebenswendungen verstehen.
In der christlichen Darstellung des Labyrinthes, wie es besonders in der Gotik zum Ausdruck kam, steht das Kreuz im Mittelpunkt und durchzieht alles. So wird der Weg vom Kreuz überall berührt und getragen.
Derjenige, welcher es bis zur Mitte des Labyrinths schafft, muss dort seine Richtung ändern. Auf diese Weise stellt das Labyrinth ein Bild für die Grundhoffnung des Christentums dar: Derjenige, welcher bereit ist und nicht aufgibt, darf in seinem verschlungenen Leben umkehren, neu beginnen und schließlich auferstehen.
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Musik
Wie klingt gute Kirchenmusik ?
 

Quelle: Erzbistum Freiburg

Bonn ‐ Über die Jahrhunderte wurde in den Kirchen der Welt schon viel Musik gespielt. Aber wie klingt "richtige" Kirchenmusik? Für diese Frage lohnt ein Blick in die Vergangenheit – und zu einem Papst, der seine ganz eigenen Vorstellungen durchsetzen wollte.
 
  "Singt dem HERRN ein neues Lied, denn er hat wunderbare Taten vollbracht", ruft es in Psalm 98 – und tatsächlich ist die Musik aus dem Gottesdienst wie dem gesamten Christentum nicht wegzudenken. Schon die Christen der frühen Kirche haben bei ihren Feiern gesungen, eine Übernahme aus dem Judentum. In den Synagogengemeinden sind seit jeher Sprechgesänge bekannt. Die Christen singen nun ihre eigenen Texte.
 
Schon im 1. Jahrhundert entwickeln sich aus dem gesungenen Sprechen eigene Melodien, die sich am Anfang noch sehr stark am Textrhythmus orientieren. Nach und nach verselbstständigen sie sich und eine eigene Musik entsteht. Der gregorianische Choral. Er gilt bis heute als die Kirchenmusik schlechthin.
 
 

Quelle: Fotolia

Einen bei der Amtskirche beinahe ebenso guten Ruf hat die klassische Vokalpolyphonie: Das ist im Gegensatz zur einstimmigen Gregorianik mehrstimmige Chormusik ohne begleitende Instrumente, die sich in der Renaissance entwickelt. Ihr bekanntester Vertreter ist der italienische Komponist Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594), der mit seiner Vertonung des Messordinariums "Missa Papae Marcelli" (1555) nachhaltigen Eindruck auch auf nachfolgende Klerikergenerationen macht und sie für seine Musik einnimmt. ...
 
 
 
 
Rosenkranz
Bedeutung und Gebetsanleitung

 Zu den bekanntesten Gebetsformen in der katholischen Kirche gehört sicherlich der Rosenkranz. Wie aber ist er entstanden, welche Bedeutung hat er und wie wird er eigentlich richtig gebetet? Wir wollen diesen Fragen hier etwas auf den Grund gehen. 
 
Was ist der Rosenkranz?

Das Rosenkranzgebet ist ein rituelles Gebet, das mit Hilfe einer Gebetskette vollzogen wird, auf der 59 Perlen aufgereiht sind. Dabei wird das Leben Jesu mit den Augen Marias betrachtet. Die Herkunft des Wortes liegt im lateinischen Begriff »rosarium« begründet, der mit »Rosengarten« übersetzt wird. Das Wort »rosarium« wurde später auf die Gebetsschnur übertragen und erscheint im 15. Jahrhundert erstmals mit seiner deutschen Bezeichnung »Rosenkranz«.
 
In der Tradition der Kirche symbolisieren die Rosengewächse von alters her die Gottesmutter Maria. Der Name Rosenkranz leitet sich schließlich von der Auffassung ab, dass die Gebete und Anrufungen ein Kranz zur Ehre der Gottesmutter Maria seien.