Seelsorgeeinheit Iffezheim-Ried

 

Leitbild der Kindergärten in Iffezheim

Die beiden iffezheimer Kindergärten, St. Christophorus und St. Martin, haben sich ein Leitbild gegeben, um die Prinzipien ihrer Arbeit darzustellen und zu klären.

Das Leitbild ist in der Printversion in den Kindergärten sowie am Schriftenstand der Pfarrkirche erhältlich. Auf dieser Seite finden Sie nur den Text.

 

Brücken ins Leben

Leitbild für die Katholischen Kindertageseinrichtungen in Iffezheim

„Da brachte man die Kinder zu ihm,damit er Ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwilligund sagte zu Ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie."(Markus 10, 13-16)

Vorwort von Pfarrer Walfried Asal

Kindern, alten Menschen, Schwachen und Behinderten Schutz und Hilfe zugeben, hat schon immer zur Hauptaufgabe Jesu Christi gehört. Er hat Kinder in seine Nähe geholt, ihnen die Hände aufgelegt, sie gesegnet und damit gezeigt, wie wichtig ihm diese Kleinen sind. Die Kirche hat sich diese schöne Aufgabe zueigen gemacht. Ich denke gerade heute, in einer Zeit, in der es immer weniger Kinder in unserem Volk gibt, wird diese Aufgabe immer wichtiger, den Kindern Zukunft zu geben, Voraussetzungenzu schaffen, dass sie sich in einer veränderten Gesellschaft noch wohlfühlen und sich behaupten können, in einer Gesellschaft, in der doch ein bedauernswerter Verfall von inneren Werten zu beobachten ist. Die Erzieherinnen zeigen nicht nur in geduldiger Kleinarbeit den Kinderni m Kindergarten wichtige Schrittef ürs Leben auf, sie lehren sie auch die Achtung vor dem Schöpfergott, und vor all dem, was er zu unserer Freude geschaffen hat. Schrittweise sollen die Kinder Achtung und Ehrfurcht bekommen vor Blumen und Pflanzen und vor Tieren und allem was sich bewegt auf dem Boden, schwimmt im Wasser und fliegt inder Luft. Auf unserer Erde kann man ja so viel Schönes und Interessantes entdecken. Das Schönste und Wertvollste von allem Geschaffenen aber ist der Mensch. Ihn in seiner Größe, Schönheit und Gottebenbildlichkeitwahrnehmen und schätzen, das ist etwas Wunderbares. Über dies hinaus kann es nur noch ein Ziel geben, Gott näher zukommen, um seine Liebe zu erfahren. Darin sehe ich eigentlich das Leitbild in unserem Kindergarten. Allen, die bereits hier wertvolle Arbeit geleistet haben und in Zukunft auch noch leisten werden, danke ich ganz herzlich. Ihr Pfarrer Walfried Asal

Unser christliches Menschenbild

Jeder Mensch hat eine unantastbare Würde. Wir alle sind Geschöpfe und Ebenbilder Gottes. Die Grundlage unseres christlichen Glaubens ist die Bibel und deren Überlieferung durch die Kirche. Wir sehen alle Menschen gleichwertig und akzeptieren jeden einzelnen Menschen mit seiner eigenen Kultur, Nationalität, Religion, mit seinen eigenen geistigen und körperlichen Fähigkeiten und seiner gesellschaftlichen Stellung. Jeder Mensch ist wertvoll und willkommen. Wir begegnen ihm offen und tolerant. Unser Glaube an einen guten Gott bestärkt unseren Glauben an das Gute im Menschen.Wir übernehmen Verantwortung für die Gestaltung eines mitmenschlichen Lebens und der Welt.

Der pastorale Auftrag für unsere Kindertageseinrichtungen

Unsere Tageseinrichtungen sind ein lebendiger Teil unserer Pfarrgemeinde. Sie sind ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft. Unsere Tageseinrichtungen bieten Bildung und Förderung, Erziehung und Betreuung. Wir sehen diese Arbeit als familienergänzende und unterstützende Hilfe an. Unser christlicher Glaube prägt den Umgang mit dem Kind und hat Einfluss auf die Lebenswirklichkeit der Kinder. Die Kinder erfahren kostbare Werte, die sie in unseren Tageseinrichtungen täglich leben können.Über den Glauben an Gott lernt das Kind Nächstenliebe, Verantwortungsbewusstsein sowie Achtung vor seinen Mitmenschen und der Schöpfung. Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft zu vermitteln, sind hierbei ebenso wichtige Ziele. Diese Werte werden durch dasgemeinsame Erleben und Feiern der Feste im Kirchenjahr verdeutlicht und vertieft.

Unsere Sicht vom Kind

Jedes Kind hat eine eigenständige Persönlichkeit mit seiner eigenen Lebensgeschichte, mit individuellen Fähigkeiten, Besonderheiten und Begabungen. Wir achten und schätzen diese Individualität und Persönlichkeit der Kinder. Wir holen jedes Kind da ab, wo es steht, unterstützen und begleiten es durch partnerschaftliches Miteinander in seinen Stärken und geben ihm die Möglichkeit zur Entwicklung einer individuellen Persönlichkeit. Kinder brauchen Schutz und sie haben das Recht auf Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse. Wir nehmen diese Bedürfnisse ernst. Kinder brauchen Zuwendung und Anerkennung. Sie sind grundlegende Voraussetzungen für menschliches, bzw. kindliches Wachsen. Kinder sind offen für alles Neue, Unbekannte. Sie wollen forschen und experimentieren. Sie lernen mit allen Sinnen. Dazu brauchen sie ausreichend Spiel und Freiräume. Sie brauchen aber auch Grenzen, innerhalb derer sie ihre Beziehungen gestalten können. Kinder setzen sich spielerisch miti hrem Lebensumfeld auseinander und suchen dabei nach Antworten auf existenzielle Fragen ihres Lebens. Sie suchen nach Orientierung und Sinnhaftigkeit. Aufgabe unserer pädagogischen Arbeit ist es, diese Selbstlernprozesse der Kinder anzuregen und zu unterstützen.

Unsere Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern

Für die Kinder sind in erster Linie ihre Eltern verantwortlich. Für uns sind Sie als Eltern wichtig. Unsere Tageseinrichtungen sind ein Ort der Begegnung für alle Eltern und Bezugspersonen der Kinder. Wir sehen Sie als Partner in der Erziehung zum Wohl Ihres Kindes. Wir wünschen den Austausch mit Ihnen und sind offen für Ihre Meinung. Partnerschaft braucht Kooperation, denn Sie unterstützen und ergänzen unsere Arbeit durch Informationen und Anregungen. Ihre Wünsche und Bedürfnisse beziehen wir in angemessener Art und Weise in das Kindergartengeschehen ein. Mit gegenseitigem Respekt, Achtung und Wertschätzung gestaltet sich die Erziehungspartnerschaft von Eltern und Erziehern. Lob, Anerkennung und konstruktive Kritik stärken diese Partnerschaft. Unser Kontakt wird getragen vongegenseitiger Akzeptanz und Offenheit.

Unser Selbstverständnis als Träger

Mit der Trägerschaft einer Tageseinrichtung für Kinder nimmt unsere Pfarrgemeinde ihren pastoralen Auftrag und ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Es ist uns ein Anliegen, die Werte und Inhalte des christlichen Glaubens zu vermitteln. Wir leben und verwirklichen Nächstenliebe, Offenheit, Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen Kulturen und Glaubensrichtungen. Wir orientieren unser Angebot an den Bedürfnissen der Familien in unserer Gemeinde und tragen als Kirchengemeinde die Verantwortung für unsere Tageseinrichtungen. Durch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen setzen wir unsf ür den Erhalt und die Weiterentwicklungunserer Tageseinrichtungen ein. In unserer Verantwortung als Träger treffen wir die Grundsatzentscheidungen. Wir sind Anstellungsträger für die Mitarbeiterinnen in unseren Tageseinrichtungen und bringen als Dienstgeber unseren Mitarbeiterinnen Wertschätzung und Anerkennung entgegen und stehen loyal zu ihnen. Wir legen Wert auf eine gute Zusammenarbeit. Um eine solche zuerreichen, haben wir die Kompetenzen klar aufgeteilt und führen regelmäßig Gespräche.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unserer Tageseinrichtungen

Unsere Mitarbeiterinnen sind qualifizierte Fachkräfte, die ihren gesetzlichen, kirchlichen und erzieherischen Auftrag in ihrer Arbeit verwirklichen. Dabei orientieren sie sich an den Grundsätzen dieses Leitbildes. Ihre Zusammenarbeit in den Teams ist geprägt von Toleranz, Offenheit und Wertschätzung. Das Kind steht für sie im Mittelpunkt. Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern, ist ihr gemeinsames Ziel. Fortbildungen und Zusatzqualifikationen sichern und erweitern ihre fachliche und persönliche Kompetenz und tragen zur Weiterentwicklung bei. Die individuellen Fähigkeiten und Begabungen der pädagogischen Fachkräfte bereichern die kollegiale Zusammenarbeit in den Teams. Die Mitarbeiterinnen prüfen pädagogische und gesellschaftliche Anforderungen und setzen die Ergebnisse in ihrer Arbeit um. Die Leiterinnen unserer Tageseinrichtungen haben eine besondere Verantwortung, in der wir sie als Kirchengemeinde unterstützen. Die besonderen Aufgaben der Leiterinnen gegenüber den anderen Mitarbeiterinnen und ihre Leitungsverantwortung sind mit uns als Anstellungsträger geklärt. Die Leiterinnen repräsentieren unsere Tageseinrichtungen für Kinder. In ihrer Funktion als Leiterinnen sind sie Bindeglied zum Träger sowie Ansprechpartner innerhalb undaußerhalb der Einrichtung. Die Mitarbeiterinnen leisten ihren Beitrag zur Unterstützung der Leitung und tragen dafür Verantwortung.

Impressum

Herausgeber: Katholische Kirchengemeinde St. Birgitta in Iffezheim
Redaktion:  Martina Austen, Hannelore Klethi, Ursula Lorenz, Wolfgang Mink