Seelsorgeeinheit Iffezheim-Ried

 

Kirchenchor Ottersdorf - News

Jahresausflug führt ins Elsass

Der Kirchenchor Ottersdorf erkundete Hagenau zusammen mit einer Stadtführerin (rechts im Bild).

Rund 40 Teilnehmer waren beim diesjährigen Ausflug des Kirchenchors Ottersdorf am Sonntag, 20. Oktober 2019, dabei. Mit dem Bus ging es zunächst nach Hagenau. Eine Stadtführerin nahm die Gruppe mit auf einen Rundgang zu den Hauptsehenswürdigkeiten und vermittelte dabei auf unterhaltsame Art eine Vielzahl von Informationen. Die Chormitglieder und deren Begleiter erfuhren beispielsweise, dass die elsässische Stadt im Jahr 1115 gegründet wurde und im Mittelalter eine bedeutende Rolle spielte. So führte etwa die Salz- und Bernsteinstraße dort vorbei. Zu Wohlstand gelangte die Stadt im Lauf ihrer Geschichte auch durch den Handel mit Krapp – einer Pflanze, deren Wurzel zum Rotfärben verwendet wurde – sowie mit Hopfen und Stoffen. Ludwig XIV. machte Hagenau zur Garnisonsstadt, was zu einem weiteren Aufschwung führte. Heute zählt Hagenau rund 40.000 Einwohner.

Nach dem Mittagessen brachte der Bus die Ausflügler in die Nähe der Burg Fleckenstein. Zu Fuß ging es dann in einem halbstündigen Spaziergang weiter zu der im 12. Jahrhundert erbauten und von Ludwig dem XIV. zerstörten Felsenburg. Die Besucher aus dem Ried erkundeten die Ruine, die eindrucksvoll auf einem Felsen thront, mit großem Interesse und genossen die herrlichen Ausblicke auf die Nordvogesen.

Bei der Rückfahrt dankte Nora Pallek, zweite Vorsitzende des Kirchenchors, der Vorsitzenden Marlis Camboni und deren Mann Robert, für die „perfekte Organisation“ des Ausflugs: „Es war ein wunderschöner Tag.“

 

Theatergruppe zeigt Mundartstück „Die Gedächtnislücke“

Die Theatergruppe des Kirchenchors Ottersdorf führt ab 2. November das lustige Mundartstück „Die Gedächtnislücke“ auf. Im Bild von links: Stefan Groß, Petra Landhäußer und Monique Hübner.

Premiere am 2. November 2019

Nach einjähriger Pause tritt die Theatergruppe des Kirchenchors Ottersdorf wieder in Aktion. Die beliebte Laienspielgruppe unter der Regie von Andreas Groß zeigt das Mundartstück „Die Gedächtnislücke“. Premiere ist am 2. November.

Die Handlung verspricht einen lustigen Abend, bei dem die Lachmuskeln einiges zu tun bekommen: Franz Kübele (gespielt von Benjamin Fink), stressgeplagter Ortsvorsteher einer ländlichen Gemeinde, ist vom Pech verfolgt. Zuerst vergisst er seinen Hochzeitstag und muss sich die Vorwürfe seiner Frau (Petra Landhäußer) anhören, dann kreuzt, wie jeden Tag, das überkandidelte Ehepaar Silberstein (Andreas Groß und Agnes Neumeier) auf, um sich über die läutenden Kirchturmglocken zu beschweren. Kübeles Versuch, das Problem selbst zu lösen und die Glocken abzuhängen, geht tüchtig schief: Der Ortsvorsteher erhält einen Schlag auf den Kopf, der ihm das Gedächtnis der letzten fünf Jahre raubt. Das ruft eine Reihe weiterer Protagonisten auf den Plan, die dafür sorgen, dass die Lage in der Amtsstube alsbald eskaliert.

Fünf Aufführungen

Das Stück wird an fünf Abenden im katholischen Gemeindehaus in Ottersdorf aufgeführt: am Samstag, 2. November, Sonntag, 3. November, Freitag, 8. November, Samstag, 9. November, und Sonntag, 10. November. Freitags und samstags starten die Vorstellungen um 19.30 Uhr, sonntags um 19 Uhr. Karten sind zum Preis von 8 Euro in den Ottersdorfer Geschäften „Dorflädele“ und „Beates Perlentraum“ sowie bei Regisseur Andreas Groß, Telefon (07222) 6 84 95, erhältlich.

 

Studienfahrt in die Provence

Die Chormitglieder bedankten sich für den herzlichen Empfang mit zwei Kostproben ihres Könnens.

Empfang von Bürgermeister Jacques Bompard in Orange

Hohe Ehre wurde dem Kirchenchor Ottersdorf in der Partnerstadt Orange zuteil. Bürgermeister Jacques Bompard empfing die fast 50-köpfige Gruppe aus Deutschland gemeinsam mit zwölf Stadträten im Ratssaal des Rathauses. Marlis Camboni, Vorsitzende des Kirchenchors, bedankte sich für den herzlichen Empfang und überreichte ein Geschenk des Rastatter Oberbürgermeisters, Hans Jürgen Pütsch. Bompard freute sich sehr und revanchierte sich umgehend. In seiner Begrüßungsrede betonte er den hohen Stellenwert, den der Besuch des Kirchenchores im Rahmen der Partnerschaft Rastatt-Orange innehabe.

Die Sängerinnen und Sänger gaben eine Kostprobe ihres Könnens und präsentierten unter der Leitung von Dirigent Erwin Groß ein Lied aus Taizé sowie ein hebräisches Friedenslied. Die Darbietung kam bei Bürgermeister und Stadträten sehr gut an. Eines der Stücke wurde sogar aufgezeichnet und zusammen mit einigen Fotos auf die Homepage von Orange (www.ville‑orange.fr) gestellt. Beim anschließenden Umtrunk hatten die Gäste Gelegenheit, mit Bompard, seiner Stellvertreterin Anne Crespo und dem Stadtrat ins Gespräch zu kommen.

Nach dem Empfang erkundete die Gruppe aus Ottersdorf die Partnerstadt. Die Teilnehmer besuchten den großen Wochenmarkt, der sich über mehrere Straßen in der historischen Altstadt erstreckte, und das bestens erhaltene römische Theater, in dem heute noch Veranstaltungen stattfinden.

Insgesamt fünftägige Reise

Der Besuch in Orange war jedoch nur ein Teil der fünftägigen Studienfahrt des Kirchenchors Ottersdorf, die Marlis Camboni gemeinsam mit ihrem Mann Robert organisiert hatte. Bereits zum vierten Mal führte das Ehepaar eine derartige Busreise nach Frankreich durch. Auch in diesem Jahr hatten die Beiden wieder alles minutiös geplant. Vor Ort sorgten sie für einen reibungslosen Ablauf, gaben viele Infos zu Land und Leuten und übersetzten bei den zahlreichen Führungen, die sie für die Gruppe gebucht hatten.

Die Reise führte die Teilnehmer, zu denen auch einige Gäste aus der Seelsorgeeinheit Iffezheim-Ried zählten, in weitere wichtige Städte der Provence, insbesondere Aix-en-Provence, die historische Hauptstadt der Region, und Avignon, wo neben der berühmten Brücke (Sur le pont d’Avignon) auch der Papstpalast besichtigt wurde. Ein Highlight bildete zudem die Fahrt auf den vor allem in Radfahrerkreisen bekannten, 1.900 Meter hohen Berg „Mont Ventoux“, an dem alle paar Jahre die Tour de France Station macht. Beeindruckt zeigte sich die Gruppe auch von den Ockerfelsen bei Roussillon. Zudem lernten die Reiseteilnehmer noch weitere typische Dörfer der Provence kennen, informierten sich über deren Geschichte und genossen phantastische Ausblicke in die einzigartige Landschaft.

 

Festmesse zum 125-jährigen Jubiläum des Kirchenchors Plittersdorf

Viel Lob erntete der Kirchenchor Plittersdorf für seine Darbietung beim Festgottesdienst zur Feier seines 125-jährigen Jubiläums. Gemeinsam mit dem Kirchenchor Ottersdorf präsentierten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Dirigent Erwin Groß die „Messe in C“ des österreichischen Komponisten Anton Bruckner. Unterstützt wurde der Chor vom Ensemble des Orchesters der Volksschauspiele Ötigheim mit sechs Geigen, zwei Cellos, zwei Hörnern und Orgel.

Im Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei vereinigten sich Chorgesang und Musik zu einer harmonischen Einheit und bescherten den Zuhörern eine ausdrucksstarke Klangfülle. Ein besonderes Highlight war dabei das von den Chormitgliedern Wolfgang Ketterer und Andreas Groß gesungene Solo im Benedictus. Nicht minder beeindruckend  präsentierte die Sängerschar zum Abschluss noch das von Christian Fürchtegott Gellert geschriebene und von Ludwig van Beethoven vertonte Lied „Die Himmel rühmen“. Die Besucher in der vollbesetzten Kirche spendeten begeisterten Applaus. Einige sprachen anschließend gar von „Gänsehaut“-Feeling.

Pfirrmann zieht Hut vor Dirigent Groß

Anerkennende Worte fanden auch die Redner, die dem Kirchenchor Grußworte überbrachten. Bürgermeister Arne Pfirrmann gratulierte den vereinigten Chören im Namen der Stadt Rastatt zu der gelungenen Aufführung. Er zog sogar den sinnbildlichen Hut vor dem Dirigenten: „Chapeau Dr. Erwin Groß! Sie haben einmal mehr bewiesen, dass Sie es in wunderbarer Weise verstehen, einen Chor und die Musiker des Orchesters Ötigheim zu Höchstleistungen zu bringen.“

Pfarrer Michael Dafferner, Leiter der Kirchengemeinde Iffezheim-Ried, hatte zuvor in seiner Predigt die Bedeutung der Zusammenarbeit der beiden Rieder Kirchenchöre betont: „Wir erleben heute ein Stück Zukunft.“ Die Kirchengemeinde müsse lernen, in immer größeren Räumen zu denken, denn die demographische Entwicklung und Kirchenaustritte führten zu weniger Mitgliedern. „Dieser Gegenwart müssen wir uns stellen.“ Unterstützt wurde Dafferner bei der Celebration des Gottesdienstes von Pfarrer i. R. Richard Baumann, der den Kirchenchor Plittersdorf 40 Jahre als Präses begleitet hatte, Pfarrer i. R. Gerold Siegel, Pfarrer Mathew Muriankary und Diakon Klaus Krämer.

Ottersdorfer und Plittersdorfer singen auch künftig zusammen

Wie es zu der Zusammenarbeit der Chöre von Ottersdorf und Plittersdorf gekommen war, erläuterte Winfried Müller, Vorsitzender des Cäcilienvereins St. Jakobus Plittersdorf, in seiner Festrede. Im vergangenen Jahr sei der Chor plötzlich ohne Chorleiter dagestanden. In dieser schwierigen Lage habe sich der Kirchenchor Ottersdorf angeboten, die Plittersdorfer Sänger zu unterstützen, damit diese ihr Jubiläum feiern könnten. Müller zeigte sich sehr dankbar für das „nicht alltägliche“ Angebot, das man gerne und ohne Berührungsängste angenommen habe. „Aufgrund der Altersstruktur unseres Chores und dem fehlenden Nachwuchs haben wir beschlossen, auch in Zukunft mit dem Kirchenchor Ottersdorf zusammenzuarbeiten“, verkündete Müller und fügte augenzwinkernd hinzu: „Mit dieser Kooperation, die auch schon als das Wunder vom Ried bezeichnet wurde, dürfte der Kochlöffler als Grenze zwischen Plittersdorf und Ottersdorf nun endgültig ausgedient haben.“

Lob von Ortsvorsteher Köppel

Ortsvorsteher Matthias Köppel begrüßte die Entscheidung und äußerte die Hoffnung, dass die Kooperation der beiden Chöre wegweisend werde für die Zusammenarbeit der beiden Rieddörfer. Als Vertreter für die Seelsorgeeinheit Iffezheim-Ried und des Gemeindeteams Plittersdorf sprach Marco Borr dem Kirchenchor seinen Dank aus: „Ihr bereichert die Pfarrgemeinde sehr.“

Viele Gottesdienstbesucher folgten anschließend der Einladung zum Umtrunk im Garten des Gemeindehauses, um mit dem Kirchenchor zu feiern.

 

Generalversammlung: Schriftführer Fritz scheidet nach 34 Jahren aus dem Amt / Nachfolgerin Monique Hübner

Ehrungen beim Kirchenchor Ottersdorf: Im Bild von links: Dirigent Erwin Groß, der scheidende Schriftführer Reinhard Fritz, Vorsitzende Marlis Camboni, Jubilarin Leonie Groß und Notenwart Andreas Groß.

Beim Kirchenchor Ottersdorf ist eine Ära zu Ende gegangen: Nach 34 Jahren als Schriftführer schied Reinhard Fritz bei der Generalversammlung am 2. April 2019 im Ottersdorfer Gemeindehaus aus dem Amt. Die erste Vorsitzende des Cäcilienvereins, Marlis Camboni, dankte ihm für sein außergewöhnliches Engagement: „Es war stets eine Freude, deine Jahresberichte zu hören, die du in deinem ganz eigenen, humorvollen Stil verfasst hast.“ Als Nachfolgerin wurde einstimmig Monique Hübner gewählt.

Zahlreiche Ehrungen

Camboni ehrte außerdem Leonie Krämer für 25-jähriges aktives Singen im Cäcilienverband – zunächst in St. Peter in Heidelberg-Kirchheim, dann in Ottersdorf – und überreichte ihr Blumen sowie eine Urkunde. Für seinen außergewöhnlichen Einsatz als Notenwart und „Helfer für alle Fälle“ zeichnete sie Andreas Groß aus. Camboni selbst wurde für ihre zehnjährige Tätigkeit als Vorsitzende gewürdigt. „Du leistest großartige Arbeit, die weit über das Normalmaß hinausgeht“, fand die zweite Vorsitzende, Nora Pallek, anerkennende Worte.

Als eifrigste Probenbesucher ehrte Camboni Gertrud und Andreas Groß, Irene Butz, Doris Samow, Heidi und Walter Himmel sowie Walter Andreas. Besonderen Dank zollte sie auch den außerhalb von Ottersdorf wohnenden Mitgliedern, die dem Chor seit Jahren die Treue halten: Monique Hübner, Michael Ernst, Wolfgang Ketterer, Reinhard Fritz und Walter Andreas. Alle Geehrten erhielten Geschenke.

Vielfältige Aktivitäten im Jubiläumsjahr

In seinem letzten Bericht als Schriftführer zeigte Fritz auf, wie groß die Aktivitäten des Chors im vergangenen Jahr wieder gewesen waren, umso mehr, da die Sängerschar 2018 ihr 125-jähriges Jubiläum feiern konnte. Fritz erinnerte an die Oster-Festmesse vor vollbesetzter Kirche und das erfolgreiche Mitsing-Jubiläumskonzert im November, bei dem auch Dirigent Erwin Groß für seine 40-jährige Dirigententätigkeit geehrt worden war. Als weitere Höhepunkte hob Fritz die Studienfahrt in die Provence, das Grillfest, den Jahresausflug und die Cäcilienfeier hervor.

„Das Wunder vom Ried“

An Weihnachten geschah dann laut Fritz das „Wunder vom Ried“: Der Ottersdorfer und der Plittersdorfer Kirchenchor gestalteten gemeinsam die Gottesdienste an Heiligabend in Ottersdorf und am zweiten Weihnachtsfeiertag in Plittersdorf mit. Der Grund war, dass die Plittersdorfer Sänger keinen Chorleiter mehr hatten und dank der Bereitschaft von Dirigent Erwin Groß in Ottersdorf eine neue Heimat fanden. Zunächst befristet bis zur Feier des 125-jährigen Jubiläums des Plittersdorfer Chors am 21. Juli 2019 bilden die Sänger aus den beiden Rieddörfern ein gemeinsames Ensemble. Das „Wunder“ setzt sich an Ostern fort: Am Karfreitag wird der Gemeinschaftschor in Plittersdorf und in der Osternacht in Ottersdorf zu hören sein.

Groß lobt „Flexibilität und Toleranz“

Dirigent Groß dankte den Chormitgliedern, dass sie sich auf diese Kooperation eingelassen haben. „Zwei gewachsene Gemeinschaften zusammenzubringen, ist nicht so einfach, aber ihr habt die Situation sehr gut gemeistert und sehr viel Flexibilität und Toleranz bewiesen“, lobte er.

Dass beim Ottersdorfer Kirchenchor auch die Kasse stimmt, machte Kassenwartin Monika Höllig in ihrem Bericht deutlich. Kassenprüfer Hans Butz attestierte Höllig eine akribische und absolut fehlerfreie Buchführung. So stand der Entlastung der Vorstandschaft nichts mehr im Weg. Diese wurde unter der Leitung von Diakon Klaus Krämer einstimmig vorgenommen.

 

Langjährige Mitglieder bei Cäcilienfeier geehrt

Viele langjährige Mitglieder konnte der Kirchenchor Ottersdorf bei seiner Cäcilienfeier ehren, darunter Klara Frisch (Zweite von links) für 80 Jahre und Margarita Fritz (Vierte von links) für 60 Jahre.

Die Cäcilienfeier bildete den besinnlichen Abschluss im Jubiläumsjahr des Kirchenchors Ottersdorf, der 2018 sein 125-jähriges Bestehen feiern konnte. Über 40 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum geselligen Beisammensein im katholischen Gemeindehaus. Eingeladen waren auch die Gastsänger, die den Chor beim Jubiläumskonzert im November unterstützt hatten.

Klara Frisch für 80-jährige Mitgliedschaft geehrt

Bei der festlichen Adventsfeier standen gleich mehrere ganz besondere Ehrungen auf dem Programm. So zeichnete Marlis Camboni, erste Vorsitzende des Cäcilienvereins St. Ägidius Ottersdorf, Klara Frisch für 80-jährige Mitgliedschaft aus. „Du hast dich in herausragender Weise für die Chorgemeinschaft engagiert“, lobte Camboni die 91-Jährige, die 69 Jahre lang aktiv mitsang. Darüber hinaus füllte Frisch 33 Jahre das Amt der Kassenwartin aus und spielte auch die Orgel. Zudem gehörte sie einige Jahre der Theatergruppe des Kirchenchors an. Die Mitglieder honorierten diesen außergewöhnlichen Einsatz mit stehendem Applaus.

Margarita Fritz 60 Jahre aktiv

60 Jahre im Chor und immer noch aktiv – für diese besondere Leistung ehrte Camboni Margarita Fritz. Vier Jahre führte Fritz die Kasse und spielte lange Zeit in der Theatergruppe mit. Auch heute unterstützt sie noch alle Aktivitäten des Chors „mit Tat und Rat“, wie die Vorsitzende betonte. Zudem sei Fritz mit ihrer „sicheren und schönen Altstimme“ für viele Sängerinnen eine akustische Orientierung.

In Abwesenheit wurde Erna Burster, die noch bis Ostern 2018 aktiv gesungen hat, für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Weiterhin dankte Camboni Dirigent Erwin Groß für dessen 40-jährige Mitgliedschaft im Cäcilienverein. Für seine 40-jährige Tätigkeit als Dirigent war er bereits beim Jubiläumskonzert ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns, dass du mit allen Rechten und Pflichten zum Chor gehörst“, unterstrich Camboni. Zudem zeichnete sie Martha Merkel aus, die seit 25 Jahren im Chor singt.

Vorsitzende Marlis Camboni ausgezeichnet

Anschließend wurde die Vorsitzende selbst für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Diese Aufgabe übernahm die zweite Vorsitzende, Nora Pallek, die Cambonis „außergewöhnliches Engagement“ in den vergangenen acht Jahren an der Spitze des Cäcilienvereins hervorhob. „Du bist eine erste Vorsitzende, wie man sich keine bessere wünschen kann“, sagte Pallek und stellte die Studienfahrten heraus, die Camboni in den vergangenen Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Robert Camboni „stets perfekt“ organisiert habe, zuletzt im September 2018 in die Provence. „Du führst den Chor in die Welt hinaus“, so Pallek. Camboni verriet, dass für die letzte Augustwoche 2019 eine weitere Fahrt nach Frankreich in Planung sei.

Ebenfalls geehrt wurden Alfred Schramm, Karl Greß und Isolde Maier für 25-jährige passive Mitgliedschaft im Cäcilienverein. Camboni überreichte den Jubilaren Blumen, Geschenke und teilweise auch Urkunden des Diözesanpräses‘ des Cäcilienverbandes, Wolfgang Gaber. Zudem beglückwünschte Michael Dafferner, Leiter der Kirchengemeinde Iffezheim-Ried, die Jubilare. Der Pfarrer hatte bereits den vom Kirchenchor musikalisch mitgestalteten Gottesdienst zum Auftakt der Cäcilienfeier zelebriert.

Dirigent Groß blickt auf erfolgreiches Jubiläumsjahr zurück

Bei der Feier im Gemeindehaus ergriff auch Dirigent Groß das Wort und zog ein positives Fazit über das zu Ende gehende Jubiläumsjahr: „Es war ein interessantes, herausforderndes und erfolgreiches Jahr.“ Mit den Jubiläumsveranstaltungen zeigte er sich sehr zufrieden. „Alles hat super geklappt. Ihr habt toll mitgezogen“, dankte er allen Chormitgliedern. Camboni fand lobende Worte für all diejenigen Sängerinnen und Sänger, die mitgeholfen haben, die zusätzliche Arbeit zu stemmen, und zeichnete einige Mitglieder mit Präsenten aus.

Viel Zeit zu verschnaufen bleibt laut Camboni in den nächsten Monaten nicht. Bereits an Weihnachten träten die Sänger von Ottersdorf und Plittersdorf gemeinsam auf, in Kürze begännen zudem die Vorbereitungen für die Jubiläumsmesse in Plittersdorf.

Bei der Cäcilienfeier ließen die Besucher dann aber doch erst einmal die Seele baumeln. Die Mitglieder gestalteten das Programm aktiv mit. Walter Andreas präsentierte ein selbst geschriebenes besinnliches Gedicht und Pallek zeigte Bilder von der Provence-Reise sowie vom Jahresausflug in den Taubergießen.

 

Jubiläumskonzert begeistert Besucher

Kirchenmusik von ihrer schönsten Seite präsentierte der Ottersdorfer Kirchenchor bei seinem Jubiläumskonzert anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Sängerschar unter der Leitung von Dr. Erwin Groß. Zuhören und Mitsingen lautete das Motto der Veranstaltung, die Hunderte von Besuchern anlockte. Die Kirchenbänke in der Ottersdorfer Pfarrkirche waren bis auf den letzten Platz gefüllt und selbst auf der Empore scharte sich das Publikum, als sich die 40 Sängerinnen und Sänger im Altarraum versammelten. Marlis Camboni, Vorsitzende des Cäcilienvereins St. Ägidius Ottersdorf, freute sich über die zahlreichen Gäste und konnte auch eine stattliche Zahl von Honoratioren aus Politik und Gesellschaft begrüßen, allen voran Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch sowie die Landtagsabgeordneten Sylvia Felder und Thomas Hentschel. Beim Anblick der prall gefüllten Kirche ging auch Pfarrer Michael Dafferner, Leiter der Seelsorgeeinheit Iffezheim-Ried, das Herz auf. „Die Zukunft der Kirche ist nicht dunkel, sondern hell, leuchtend und voller Musik“, sagte er in seiner kurzen Ansprache.

Facettenreiche Messe von Christopher Tambling

Den Auftakt des Konzerts bildete ein Adventshymnus aus dem siebten Jahrhundert, den die Ottersdorfer Männerschola a capella zum Besten gab. Anschließend stimmte der Chor zur Freude der Besucher nochmals die Messe „Missa brevis in B“ des zeitgenössischen britischen Komponisten Christopher Tambling an, die bereits bei der Festmesse am Ostermontag erklungen war. Unterstützt von Gastsängern aus der ganzen Seelsorgeeinheit Iffezheim-Ried präsentierte sich der Ottersdorfer Chor bei dem facettenreichen Werk als dynamischer, harmonischer Klangkörper.

Die Instrumentalisten machten den Hörgenuss perfekt. Raffael Vilgis begleitete den Chor am Keyboard und vier Musiker des Musikvereins Ottersdorf setzten an ihren Blechblasinstrumenten eindrucksvolle Akzente: Patrick Groß an der Solotrompete, Simon Schaaf (Trompete) sowie Rainer Ernst und Patrick Köppel (Posaune). Das Tüpfelchen auf dem i war Alica Deschner, die in der Ottersdorfer Pfarrkirche das seltene Instrument der „Röhrenglocken“ erklingen ließ.

Mitsingteil lässt Besucher einstimmen

Volltönend und ausdrucksstark sang der Chor mit Audrey Snyders „Ubi Caritas“ und Cristi Cary Millers „Jubilate Deo“ anschließend noch zwei weitere Werke zeitgenössischer Komponisten. Dann folgte der von vielen Besuchern sehnlich erwartete Mitsingteil. Dirigent Groß hatte acht moderne geistliche Lieder, meditative Gesänge und Gospels ausgewählt, die leicht ins Ohr gingen und zum Einstimmen animierten. Dabei waren mit Wolfgang Ketterer, Andreas Groß, Klaudia Müller, Michael Ernst, Heiderose Himmel, Petra Nold und Nora Pallek auch einige Solisten aus den Reihen des Chors zu hören. Von Lied zu Lied kam das Publikum immer mehr in Fahrt, bis es schließlich beim Gospel „Amen“ nicht nur mitsang, sondern auch im Rhythmus mitklatschte und den Chor zum Schluss mit Standing Ovations für seine Leistung belohnte. Erst nach drei Zugaben wurden die Sänger entlassen.

Im Anschluss an das Konzert trafen sich die Mitwirkenden gemeinsam mit einigen geladenen Gästen zu einem zwanglosen Empfang im Gemeindehaus. Oberbürgermeister Pütsch nutzte die Gelegenheit, um Dirigent Groß und seine Sängerschar zu dem gelungenen Auftritt zu beglückwünschen: „Sie haben mich wirklich begeistert.“

 

Erwin Groß geehrt

Im Rahmen des Jubiläumskonzerts überreichte Marlis Camboni, Vorsitzende des Kirchenchors Ottersdorf, Erwin Groß eine Urkunde für dessen 40-jährige Tätigkeit als Dirigent. „Du führst den Chor immer wieder zu neuen Ufern und machst die Chorproben zu heiteren Erlebnissen“, sagte sie.

Auch Dafferner lobte den Geehrten, der immer bereit sei einzuspringen, wenn Not am Mann sei. Insbesondere dankte der Pfarrer Groß dafür, dass dieser nun auch den Plittersdorfer Kirchenchor in sein 125-jähriges Jubiläum begleite. Das Ereignis wird am 21. Juli 2019 mit einer Festmesse gefeiert, die die Sänger aus Plittersdorf und Ottersdorf gemeinsam gestalten.

 

 

 

Jubiläumskonzert am 11. November - Zuhören und Mitsingen

Aufführung der Messe „Missa brevis in B“ von Christopher Tambling / Alica Deschner an den Röhrenglocken / Erweiterter Mitsingteil

Der Kirchenchor Ottersdorf lädt am 11. November um 18 Uhr zu einem Mitsingkonzert in die Ottersdorfer Pfarrkirche St. Ägidius ein. Die Veranstaltung ist der Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Sängerschar. Der Chor hofft auf viele Besucher, die mit ihm gemeinsam das außergewöhnliche Jubiläum feiern und fleißig mitsingen.

Die Sängerschar unter der Leitung von Dirigent Erwin Groß gibt noch einmal die Messe „Missa brevis in B“ des zeitgenössischen britischen Komponisten Christopher Tambling (1964 – 2015) zum Besten, die bereits bei der Festmesse am Ostermontag auf begeisterte Resonanz gestoßen ist. Diesmal erwartet die Besucher ein zusätzliches Highlight: Alica Deschner wird die Röhrenglocken spielen – ein Instrument, das nur selten zu hören ist. Besondere Akzente setzen auch die weiteren Instrumentalisten Raffael Vilgis an der Orgel sowie die Bläser des Musikvereins Ottersdorf, Patrick Groß (Solotrompete), Simon Schaaf (Trompete),Rainer Ernst und Patrick Köppel (Posaune). Zudem wird das Stammensemble des Ottersdorfer Kirchenchors von Gastsängern aus der gesamten Kirchengemeinde Iffezheim-Ried unterstützt.

Neben der Messe gibt der Chor auch noch zwei weitere Stücke zeitgenössischer Komponisten zum Besten. Dann folgt der Mitsingteil, der in diesem Jahr auf vielfachen Wunsch des Publikums größeren Raum einnimmt als beim letzten Konzert vor zwei Jahren. „Wir haben sehr bekannte Gospels und Spirituals ausgewählt, um möglichst viele Besucher zum Mitmachen zu motivieren“, sagt Dirigent Groß. Dabei werden auch Solisten aus den Reihen des Chors zu hören sein.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

Jahresausflug: Teilnehmer erleben „herrlichen Tag“

Am traditionellen Jahresausflug des Kirchenchors Ottersdorf am 7. Oktober 2018 nahmen über 40 aktive und passive Mitglieder des Cäcilienvereins sowie Partner und Familienmitglieder teil.

Höhepunkt war ein Besuch des Naturschutzgebiets Taubergießen. In Rheinhausen bestiegen die Sängerinnen und Sänger bei goldenem Herbstwetter vier Langboote, die von je einem Fischer im Stehen gesteuert wurden. Rund fünf Kilometer ging es durch das Auengebiet am südlichen Oberrhein. Die Bootsführer gaben dabei viele Informationen zum Naturschutzgebiet und den Besonderheiten der Pflanzen- und Tierwelt. Einige Teilnehmer konnten sogar den scheuen Eisvogel beobachten.

Bereits am Vormittag hatte der Kirchenchor das größte Tabakmuseum Europas in Mahlberg im Landkreis Lahr besucht, das auf sechs Etagen über 10.000 Exponate zeigt. Bei einer Führung lernten die Sängerinnen und Sänger etwa, dass die Region um Mahlberg Anfang des 20. Jahrhundert eine Hochburg des Tabakanbaus war, wie die Pflanzen damals verarbeitet wurden und welche verschiedenen Produkte daraus entstanden. Ebenfalls ausgestellt waren viele Maschinen zur Zigarettenherstellung. Auch echte Tabakpflanzen, die bis zu zwei Meter hoch werden, konnten die Besucher bestaunen.

Zum Abschluss dankte Dirigent Erwin Groß der Vorsitzenden des Kirchenchors, Marlis Camboni für die Organisation der Fahrt: „Es war ein herrlicher Tag.“

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Kirchenchor auf Studienfahrt in der Provence

Herzlich empfangen wurde der Kirchenchor Ottersdorf in der Rastatter Partnerstadt Orange.

Der Kirchenchor Ottersdorf hat in der ersten Septemberwoche 2018 eine sechstägige Studienfahrt in die Provence unternommen. Nach 2016 und 2017 war es bereits die dritte Busreise des Chors nach Frankreich. Für Organisation und Reiseleitung zeichneten wie in den Vorjahren die erste Vorsitzende des Kirchenchors, Marlis Camboni, und deren Mann Robert Camboni, verantwortlich. Die Gruppe umfasste 50 Teilnehmer, darunter auch Freunde des Kirchenchors aus Wintersdorf und Iffezheim. Ebenfalls wieder mit an Bord war Pfarrer Michael Dafferner, Leiter der Seelsorgeeinheit Iffezheim-Ried.

Eine wichtige Station der Reise bildete Saint-Gilles. In dem kleinen Ort befindet sich die ehemalige Abteikirche des Klosters, das einst der Heilige Ägidius (Saint Gilles)– der Namenspatron der Ottersdorfer Pfarrkirche – gründete. Der Kirchenchor wandelte auf den Spuren des Heiligen und sang unter der Leitung von Dafferner an dessen Grab.

Auch ein Besuch der Rastatter Partnerstadt Orange stand auf dem Programm. Dort wurden die deutschen Gäste von den Stadträten Michel Bouyer , Christiane Lagier und Marie-Jo Martin empfangen. Bouyer führte die Gruppe zu einer der Hauptattraktionen der Gemeinde: das große Theater, das 12.000 Besuchern Platz bietet.

Als Stützpunkt der Reise hatte das Ehepaar Camboni die Stadt Nîmes ausgewählt. Von dort aus besuchten die Teilnehmer die schönsten Sehenswürdigkeiten der Provence. Einen Höhepunkt bildete der Pont du Gard. Der Aquädukt ist eines der bedeutendsten Zeugnisse römischer Baukunst und Teil einer 50 Kilometer langen Wasserleitung nach Nîmes. Die zum Wassertransport erbaute Brücke, die zum Unesco Weltkulturerbe zählt, ist 49 Meter hoch und heute noch in einer Länge von 275 Metern erhalten. Nicht weniger beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer vom 90 n. Chr. erbauten Amphitheater in Arles, in dem heute noch Stierkämpfe abgehalten werden. Den Duft des Meeres schnuppern durfte die Gruppe im Wallfahrtsort Les Saintes-Maries-de-la-Mer, der dank seiner kilometerlangen Sandstrände auch bei Touristen beliebt ist, sowie in der früheren Hafenstadt Aigues-Mortes mit ihrer 1,6 km langen historischen Stadtmauer. Buntes Markttreiben erlebten die Reisenden in Saint-Remy-de-Provence, ehe sie der Bus in das kleine Bergdorf Les Baux-de-Provence brachte, das fantastische Ausblicke in die Kalksteinlandschaft der Alpilles bot.

Die Teilnehmer lernten auch die Camargue – eine Schwemmlandebene in der Provence – und ihre Besonderheiten kennen, zum Beispiel die typischen weißen Pferde, die schwarzen Stiere und die Flamingos, die in großen Scharen die Brackwasserseen des Rhône-Deltas bevölkern. Gar nicht willkommen sind die großen Vögel auf den Reisfeldern der Camargue, wie die Gruppe im Reismuseum erfuhr. Jedes Jahr nach der Aussaat fallen die Flamingos in Scharen ein und bereiten den Bauern schlaflose Nächte. Ein typisches Produkt der Provence sind auch Oliven. Auf einer Olivenplantage erfuhren die Ottersdorfer, dass für die Herstellung von einem Liter Olivenöl zwölf Kilogramm der kleinen Früchte notwendig sind.

Zum Dank für die „perfekte Organisation“ der Reise übergab Nora Pallek, zweite Vorsitzende des Kirchenchors, dem Ehepaar Camboni ein Geschenk aller Teilnehmer und lobte: „Es war wieder ein tolles, abwechslungsreiches Programm. Wir haben von dieser Reise viele Informationen und Eindrücke mitgenommen, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.“